22.02.2018, 00:20 Uhr

Washington (AFP) Ivanka Trump reist zu Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele

Ivanka Trump leitet die US-Delegation bei der Abschlussfeier. Quelle: AFP/Archiv/ (Foto: AFP/Archiv/)Ivanka Trump leitet die US-Delegation bei der Abschlussfeier. Quelle: AFP/Archiv/ (Foto: AFP/Archiv/)

Präsidententochter soll US-Delegation anführen

Ivanka Trump wird bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Südkorea die US-Delegation anführen. Das Weiße Haus in Washington teilte am Mittwoch mit, US-Präsident Donald Trump habe seine Tochter und Beraterin gebeten, an der Spitze einer "ranghohen Delegation" nach Pyeongchang zu reisen, wo am Sonntag die Abschlussfeier abgehalten wird.

Die 36-Jährige wird nach Angaben eines Regierungsvertreters von Trumps Sprecherin Sarah Sanders begleitet. Ein ranghoher Regierungsvertreter schloss ein mögliches Treffen zwischen der Präsidententochter und nordkoreanischen Vertretern aus.

Für Freitag ist ein Treffen Ivankas mit Südkoreas Präsident Moon Jae In geplant. Der Besuch "von Beraterin Ivanka" unterstreiche das gegenseitige Verständnis der Allianz zwischen Südkorea und den USA", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums laut der Nachrichtenagentur Yonhap.

An der Eröffnungsfeier in Pyeongchang hatte US-Vizepräsident Mike Pence teilgenommen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte seine Schwester Kim Yo Jong und das protokollarische Staatsoberhaupt seines Landes, Kim Yong Nam, geschickt. Zu einer direkten Kontaktaufnahme zwischen den Vertretern beider Länder kam es nicht.

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass ein Treffen von Pence und der nordkoreanischen Delegation ins Auge gefasst, aber in letzter Minute von Pjöngjang abgesagt wurde. Grund für den Rückzieher sei die deutliche Kritik von Pence an massiven Menschenrechtsverletzungen und anderen Missständen in Nordkorea gewesen, teilte ein Sprecher von Pence in Washington mit.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm verschärft. Die Führung in Pjöngjang verstieß mit Raketen- und Atomtests wiederholt gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in mehreren Runden die Strafmaßnahmen gegen das abgeschottete Land.

Ende November erklärte Nordkorea nach dem Test einer ballistischen Rakete mit besonders großer Reichweite, seine Raketen könnten nun das gesamte US-Gebiet erreichen. Zudem lieferten sich Kim und US-Präsident Donald Trump über Monate mit Beleidigungen gespickte Wortgefechte.

Nordkorea nutzte die Olympischen Winterspiele zu einer Charmeoffensive. Kims Schwester überbrachte eine Einladung an Südkoreas Präsidenten Moon für ein Gipfeltreffen in Pjöngjang.


0 Kommentare