20.02.2018, 07:18 Uhr

Washington (AFP) Secret Service relativiert Berichte über Gerangel um Atomkoffer bei China-Besuch

Der Atomkoffer ist immer an der Seite des US-Präsidenten. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)Der Atomkoffer ist immer an der Seite des US-Präsidenten. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)

Stabschef Kelly demnach nicht in Handgemenge verwickelt

Der für den Schutz von US-Präsident Donald Trump zuständige Secret Service hat Berichte über ein Handgemenge um den US-Atomkoffer bei Trumps China-Besuch im vergangenen Jahr relativiert. "Faktencheck: Berichte, wonach Secret-Service-Mitarbeiter einen Beamten des Gastlandes während des Besuchs des Präsidenten in China im November 2017 angegangen sind, sind falsch", teilte die Behörde am Montag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

In einer separaten Erklärung der Behörde hieß es: "Eine Einzelperson, die nicht Teil der offiziellen Delegation war, versuchte, eine unserer zu schützenden Personen daran zu hindern, einen Raum zu betreten." Ein Mitarbeiter des Secret Service sei "schnell eingeschritten" und es sei ein "kurzes Handgemenge" entstanden.

Die "Einzelperson" sei dann den Anweisungen des US-Beamten gefolgt, es seien "keine weiteren Maßnahmen notwendig" gewesen. Zu keinem Zeitpunkt sei jemand zu Boden gefallen. Stabschef John Kelly habe sich kein Gerangel mit einem chinesischen Wachmann geliefert.

Das Nachrichtenportal Axios hatte zuvor berichtet, chinesische Sicherheitsbeamte hätten den US-Militärbeamten mit dem Atomkoffer in der Hand bei dem Trump-Besuch davon abgehalten, die Große Halle des Volkes in Peking zu betreten. Dann habe es ein Handgemenge gegeben, als Kelly alle US-Beamten in Begleitung Trumps um den Atomkoffer geschart habe. Demnach soll ein chinesischer Wachmann Kelly "gepackt" haben, dieser wiederum habe die Hand des Mannes "weggedrückt". Ein Secret-Service-Beamter habe dann den Chinesen niedergerungen.

Der Atomkoffer muss immer in unmittelbarer Nähe des US-Präsidenten sein, damit dieser im Angriffsfall so schnell wie möglich reagieren kann. Dem Magazin "Smithsonian" zufolge war der Koffer seit 1963 immer an der Seite des jeweiligen US-Präsidenten.


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