07.02.2018, 21:31 Uhr

Washington (AFP) Trump-Mitarbeiter tritt wegen Gewaltvorwürfen zurück

Der Stabssekretär im Weißen Haus, Rob Porter (rechts), zusammen mit Stabschef John Kelly (Mitte) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (links). Quelle: AFP/Archiv/NICHOLAS KAMM (Foto: AFP/Archiv/NICHOLAS KAMM)Der Stabssekretär im Weißen Haus, Rob Porter (rechts), zusammen mit Stabschef John Kelly (Mitte) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (links). Quelle: AFP/Archiv/NICHOLAS KAMM (Foto: AFP/Archiv/NICHOLAS KAMM)

Ex-Frauen des Sekretärs berichten von Misshandlungen

Ein enger Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat nach Anschuldigungen der häuslichen Gewalt seinen Rücktritt angekündigt. Es handle sich um eine "persönliche Entscheidung" von Stabssekretär Rob Porter, er sei nicht zum Rücktritt gedrängt worden, sagte Präsidentensprecherin Sarah Sanders am Mittwoch in Washington. Trump habe "volles Vertrauen" zu ihm gehabt.

Seine beiden früheren Ehefrauen werfen dem Trump-Berater vor, sie physisch und psychisch misshandelt zu haben. Das Online-Magazin "The Intercept" und die britische Zeitung "Daily Mail" veröffentlichten Fotos seiner ersten Frau Colbie Holderness, auf denen sie mit einem schlimmen blauen Auge zu sehen ist. Sie sagte, Porter habe ihr diese Verletzung zugefügt.

Der Trump-Mitarbeiter wies die Anschuldigungen zurück. "Diese unerhörten Vorwürfe sind einfach falsch", erklärte er in einem von Sanders verlesenen Statement. Porter sprach von einer "koordinierten Schmierkampagne".

Porter ist in der US-Öffentlichkeit nicht sonderlich bekannt. Bei Treffen im Weißen Haus sowie Reisen war er jedoch häufig an der Seite Trumps zu sehen. Die Aufgabe des Stabssekretärs besteht hauptsächlich darin, die Papierflut im Weißen Haus zu kontrollieren und dem Präsidenten Dokumente zuzuleiten. Zuletzt war er auch an der Vorbereitung von Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos beteiligt.

Die Anschuldigungen gegen Porter warfen die Frage auf, ob das FBI bei seiner Sicherheitsüberprüfung im Vorfeld seines Amtsantritts versagt hat. Laut "The Intercept" befragte die Bundespolizei damals beide Ex-Frauen, die dabei von den angeblichen Misshandlungen berichteten. Das Weiße Haus bestritt, dass im Fall Porter der Sicherheitscheck versagt habe. Diese Überprüfungen seien "gründlich und länglich", sagte Sanders.


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