31.01.2018, 08:44 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Gewerkschaft GEW warnt vor "dramatischem Lehrermangel" an Grundschulen

Schulranzen in einer Grundschulklasse. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Emily Wabitsch (Foto: dpa/AFP/Archiv/Emily Wabitsch)Schulranzen in einer Grundschulklasse. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Emily Wabitsch (Foto: dpa/AFP/Archiv/Emily Wabitsch)

Ähnliche Schlussfolgerungen wie Verfasser von aktueller Bertelsmann-Studie

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat vor einem "dramatischen Lehrermangel" an deutschen Grundschulen gewarnt. Bundesweit seien 2000 Stellen nicht besetzt, erklärte sie am Mittwoch in Frankfurt am Main mit Blick auf eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung, die von verschärften Personalengpässen an Grundschulen bis 2025 ausgeht. Die Bildungsministerien der Länder müssten "zusätzliche Quer- und Seiteneinsteiger werben".

Diese müssten aber "sofort berufsbegleitend nachqualifiziert und durch Mentoringprogramme unterstützt werden", teilte GEW-Chefin Marlis Tepe mit. Das Ringen um Quereinsteiger sei "der Preis" dafür, dass über Jahre zu wenig Grundschullehrer ausgebildet worden seien. Wenn nicht gegengesteuert werde, verschärfe sich die Situation. "Der Lehrermangel an Grundschulen ist dramatisch."

Die am Mittwoch veröffentlichte Bertelsmann-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2025 rund 35.000 Grundschullehrer fehlen könnten. Die Zahl der Universität-Absolventen würde demnach nach jetzigem Stand nicht ausreichen, die durch Pensionierung freiwerdenden Stellen sowie den zusätzlichen Bedarf durch steigende Schülerzahlen und den Ausbau von Ganztagsschulen auszugleichen. Die Forscher fordern sofortige Gegenmaßnahmen.


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