31.01.2018, 06:33 Uhr

Peking (AFP) Britische Premierministerin zu Besuch in China eingetroffen

Premierministerin May. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Eddie MULHOLLAND (Foto: POOL/AFP/Archiv/Eddie MULHOLLAND)Premierministerin May. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Eddie MULHOLLAND (Foto: POOL/AFP/Archiv/Eddie MULHOLLAND)

May will vor geplantem EU-Ausstieg Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Die britische Premierministerin Theresa May ist zu einem Besuch in China eingetroffen. May will sich vor dem geplanten EU-Ausstieg Großbritanniens für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit China einsetzen und besuchte am Mittwoch in Begleitung einer großen Wirtschaftsdelegation zunächst die Industriestadt Wuhan. Am Donnerstag ist in Peking ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geplant. Die dreitägige Reise endet am Freitag in der Wirtschaftsmetropole Shanghai.

Bei der China-Reise gehe es vor allem um "neue Chancen" für britische Unternehmen, "sowohl jetzt als auch nach dem Brexit", sagte ein Regierungssprecher. May selbst hatte vor dem Abflug gesagt, sie wolle die "goldene Ära" in den Beziehungen zwischen Großbritannien und China "intensivieren". Die "Tiefe" der Beziehungen lasse auch zu, "offene Gespräche über alle Themen" zu führen.

Neben dem Kampf gegen dem Klimawandel und dem Atomkonflikt mit Nordkorea steht May auch unter Druck, die Menschenrechtslage in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong anzusprechen. Begleitet wird May von ihrem Mann Philip und von Vertretern von 50 britischen Unternehmen und Organisationen.

Am Dienstag hatte in London ein Medienbericht für Aufsehen gesorgt, demzufolge die britische Regierung offenbar fest mit einem verminderten Wirtschaftswachstum nach dem Austritt aus der EU rechnet. Laut einem internen Bericht des Brexit-Ministeriums, aus dem die Nachrichtenseite Buzzfeed zitierte, führen alle untersuchten Ausstiegs-Szenarien zu einem negativen Ergebnis für die britische Volkswirtschaft.


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