18.01.2018, 12:22 Uhr

Den Haag (AFP) Sturm "Friederike" verursacht Verkehrschaos in den Niederlanden

Passanten in Rotterdam trotzen den Windböen. Quelle: ANP/AFP/Robin UTRECHT (Foto: ANP/AFP/Robin UTRECHT)Passanten in Rotterdam trotzen den Windböen. Quelle: ANP/AFP/Robin UTRECHT (Foto: ANP/AFP/Robin UTRECHT)

Flughafen Schiphol in Amsterdam streicht vorübergehend alle Flüge

Höchste Alarmstufe und Verkehrschaos in den Niederlanden wegen Orkantief "Friederike": Der internationale Flughafen Schiphol in Amsterdam hat wegen des Sturms am Donnerstag vorübergehend alle Flüge gestrichen. Das teilte der Airport beim Kurzmitteilungsdienst Twitter mit, kurz nachdem der niederländische Wetterdienst KNMI die höchste Alarmstufe ausgegeben hatte. Auch auf Gleisen und Straßen ging nichts mehr.

Am späteren Vormittag gab es teilweise Entwarnung: Gegen 12.00 Uhr werde der Flugverkehr schrittweise wieder aufgenommen, erklärte der Flughafenbetreiber. Schiphol ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas.

Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden kam fast vollständig zum Erliegen, Ausnahmen waren lediglich zwei Lokalbahnen bei Groningen und in der Provinz Limburg. Die Bahn kämpfe landesweit mit "einer großen Anzahl von Schäden", sodass auch nach dem Sturm erst mit Verzögerungen wieder Normalbetrieb zu erwarten sei.

Der Sturm erreichte in Böen Spitzengeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde, am Nachmittag sollten sie abflauen. "Derart starke Windböen bringen Gefahren für Menschen und Verkehr mit sich", hieß es in einer Erklärung des KNMI.

Die Meteorologen warnten vor umstürzenden Bäumen. Wassersport sei lebensgefährlich. Fischerboote blieben in den Häfen. Zahlreiche Straßen waren durch umgeknickte Bäume und abgerissene Ästen unpassierbar. Der nationale Automobilclub VID warnte vor umgekippten Lastwagen auf Autobahnen, allein bis zum Morgen wurden 25 solcher Lkw-Unfälle gezählt.

Orkantief "Friederike" sollte im Tagesverlauf auch einen breiten Streifen in der Mitte Deutschlands überqueren.


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