18.01.2018, 10:34 Uhr

Hamburg (AFP) Schnee und Sturm sorgen für Unfälle und Probleme im Straßenverkehr

Schneeräumen in Clausthal-Zellerfeld im Harz. Quelle: dpa/AFP/Swen Pförtner (Foto: dpa/AFP/Swen Pförtner)Schneeräumen in Clausthal-Zellerfeld im Harz. Quelle: dpa/AFP/Swen Pförtner (Foto: dpa/AFP/Swen Pförtner)

Teilweise Unfälle "im Minutentakt" - Feuerwehr und Streudienste in Bereitschaft

Schneefall und überfrierende Nässe haben auf den Straßen in Deutschland zu Problemen geführt. Von Niedersachsen über Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg und Thüringen meldete die Polizei am Donnerstag Unfälle mit rutschenden und schleudernden Autos. Vielfach blieb es bei Blechschäden, aber es gab mitunter auch Schwerverletzte.

Für zusätzliche Anspannung sorgte der heraufziehenden Orkan "Friederike", der im Tagesverlauf einen breiten Streifen in der Mitte Deutschlands überqueren sollte. In der Region Aachen riet die Polizei davon ab, Fahrräder zu benutzen. Radfahrer seien durch die Böen besonders gefährdet und könnten stürzen.

Dort gab es nach Angaben der Beamten vom Donnerstagmorgen zudem erste Sturmeinsätze wegen herabgefallener Äste und umgestürzter Straßenschilder. In Nordrhein-Westfalen gab es ferner erste Straßensperrungen - so war laut Polizei eine Landstraße bei Marmagen wegen umgeknickter Bäume gesperrt.

In Städten von Köln bis Hannover schlossen die Behörden wegen der Sturmgefahr am Donnerstag vorsorglich öffentliche Parks. Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen waren in Alarmbereitschaft.

Bereits in der Nacht zu Donnerstag kam es unter anderem auf Autobahnen im nordwestlichen Niedersachsen zu Unfällen "im Minutentakt", wie die Polizei in Oldenburg mitteilte. Auf der A28 und der A29 in der Region Wilhelmshaven krachte des bei Regen, Schnee und tückischer Straßenglätte insgesamt zehnmal. Die Räumdienste der Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz.

In Hamburg begann die Stadtreinigung am Morgen angesichts der vorhergesagten Schneefälle mit dem Abstreuen von Hauptstraßen und wichtigen Buslinien. Zusätzlich hielt sie nach eigenen Angaben 800 Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um bei Bedarf Kreuzungen sowie wichtige Fuß- und Radwegen freizuräumen.

Teilweise gab es auf den winterlichen Straßen auch schwerere Unfälle. Im baden-württembergischen Heidenheim kam in der Nacht laut Polizei in mit zwei Frauen besetztes Auto auf schneebedeckter Straße ins Schleudern. Es prallte gegen eine Leitplanke sowie ein entgegenkommenden Wagen. Eine 34-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Sie kam in ein Krankenhaus.


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