31.12.2017, 23:49 Uhr

Berlin (AFP) Hunderttausende am Brandenburger Tor begrüßen neues Jahr mit großem Feuerwerk

Feuerwerk am Brandenburger Tor. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)Feuerwerk am Brandenburger Tor. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)

Silvesternacht in Berlin, Köln, Hamburg und München bislang relativ ruhig

Mit einem riesigen Feuerwerk haben am Brandenburger Tor in Berlin hunderttausende Menschen das neue Jahr begrüßt. Bei der größten Silvesterfeier Deutschlands herrschte großer Andrang, alle Zugänge zur Festmeile wurden etwa eine Dreiviertelstunde vor Mitternacht komplett geschlossen, wie die Berliner Polizei am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Sprecherin der Veranstaltung, Anja Marx, bezifferte die Zahl der Menschen auf der knapp zwei Kilometer langen Partymeile auf "mehrere hunderttausend".

Moderiert wurde die Party an dem Berliner Wahrzeichen von Johannes B. Kerner und Andrea Kiewel. Zum Bühnenprogramm zählten Künstler wie Conchita, die Münchner Freiheit und die Spider Murphy Gang. Zum Jahreswechsel trat Wincent Weiss mit seinem Song "Feuerwerk" auf.

Die Berliner Polizei erklärte kurz vor Mitternacht, bislang sei die Silvesternacht in der ganzen Stadt "sehr ruhig verlaufen". Auch die Feier am Brandenburger Tor sei eine "sehr friedliche Veranstaltung", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Ganz vereinzelt" habe es dort sexuelle Übergriffe gegeben. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden.

Zu der Partymeile am Brandenburger Tor zählt dieses Jahr eine speziell für Frauen eingerichtete Schutzzone, die sogenannte "Women's Safety Area". Nach Angaben von Sprecherin Marx handelt es sich um einen Bereich des Roten Kreuzes, "wo sich Frauen, die belästigt wurden, unterhalten können, durchatmen und sich hinsetzen".

Auch in Köln und München gab es vorerst keine besonderen Vorkommnisse während der Silvesternacht, wie die Sprecher der Polizeien vor Ort AFP sagten. In Köln war die Polizei mit einem Großaufgebot von 1400 Beamten im Einsatz, nachdem es vor zwei Jahren an Silvester massenhaft sexuelle Belästigungen von Frauen und Diebstähle durch zumeist nordafrikanische Täter gegeben hatte.

Auch ein Sprecher der Hamburger Polizei bezeichnete die Lage in der Stadt als "relativ entspannt", besondere Vorkommnisse habe es bisher nicht gegeben. Auf dem Kiez rund um die Reeperbahn seien auffällig wenige Frauen und "auffällig viele augenscheinlich männliche Südländer" unterwegs gewesen, fügte der Sprecher hinzu.


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