29.12.2017, 09:46 Uhr

Washington (AFP) Trump hält Russland-Ermittlungen für schädlich für die USA

Donald Trump. Quelle: AFP/Archiv/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Archiv/Nicholas Kamm)Donald Trump. Quelle: AFP/Archiv/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Archiv/Nicholas Kamm)

US-Präsident rechnet aber mit fairem Verhalten von Sonderermittler Mueller

US-Präsident Donald Trump hält die Ermittlungen in der Russland-Affäre für schädlich für das Ansehen der USA, rechnet aber mit einem fairen Verhalten des Sonderermittlers Robert Mueller ihm selbst gegenüber. "Es lässt das Land sehr schlecht aussehen und rückt das Land in eine sehr schlechte Position", sagte Trump am Donnerstag der "New York Times" mit Blick auf die Ermittlungen. "Je schneller das geregelt ist, desto besser."

Er glaube, dass Mueller ihn fair behandeln werde, sagte Trump. Die Aussage steht im Widerspruch zu jüngsten Äußerungen von Republikanern zur Glaubwürdigkeit des Sonderermittlers. Diese hatten die Einsetzung eines neuen unabhängigen Ermittlers gefordert, um eine angebliche Voreingenommenheit gegenüber Trump zu untersuchen.

Trump sagte der "New York Times", er sei nicht besorgt über die laufenden Ermittlungen. Wie "jeder weiß", habe es keine geheimen Absprachen mit Russland gegeben. "Es gab keine Absprachen, aber ich denke, er wird fair sein", sagte Trump mit Blick auf Mueller.

Mueller untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam vor Amtsantritt des Präsidenten illegal mit Moskau kooperierte und ob der US-Präsident später versuchte, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten zu behindern. Die Ermittlungen führten bereits zur Festnahme von Trumps zeitweiligem Wahlkampfleiter Paul Manafort.

Trumps distanzierte sich in der "New York Times" von Manafort. "Er hat für mich gearbeitet - wie lange war das, dreieinhalb Monate?", sagte Trump und verwies auf Verbindungen Manaforts auch zu anderen Republikanern wie John McCain und Ronald Reagan.


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