28.12.2017, 10:24 Uhr

Kairo (AFP) Islamischer Staat bekennt sich zu Anschlag in Kabul mit mindestens 40 Toten

Sicherheitskräfte nach dem Anschlag. Quelle: AFP/SHAH MARAI (Foto: AFP/SHAH MARAI)Sicherheitskräfte nach dem Anschlag. Quelle: AFP/SHAH MARAI (Foto: AFP/SHAH MARAI)

Schiitisches Kulturzentrum Ziel der Dschihadisten

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag in Kabul mit mindestens 40 Toten bekannt. Über sein Sprachrohr Amaq teilte der radikalsunnitische IS am Donnerstag mit, das schiitische Kulturzentrum sei Ziel eines Selbstmordattentats und von drei Bomben gewesen.

Ein Angreifer sprengte sich in dem Kulturzentrum während einer Feier in die Luft. Mindestens 40 Menschen wurden dabei nach Behördenangaben getötet und dutzende weitere verletzt. Bei den weiteren Bombenexplosionen sei niemand getötet worden, teilte das Innenministerium mit.

In Kabul hatte die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Erst am Montag waren mindestens sechs Menschen bei einem Selbstmordanschlag vor einem Gelände des afghanischen Geheimdienstes getötet worden. Auch diesen Anschlag hatte der IS für sich reklamiert. Die Hauptstadt gilt inzwischen als einer der gefährlichsten Orte für Zivilisten in Afghanistan.


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