25.12.2017, 00:30 Uhr

Berlin (AFP) EU-Flüchtlingskommissar fordert Einigung auf solidarische Asylreform bis Juni

Dimitris Avramopoulos. Quelle: AFP/Archiv/JOHN THYS (Foto: AFP/Archiv/JOHN THYS)Dimitris Avramopoulos. Quelle: AFP/Archiv/JOHN THYS (Foto: AFP/Archiv/JOHN THYS)

Avramopoulos: Künftige Migrationspolitik Europas muss fair und ausgewogen sein

EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos hat eine rasche Einigung auf die umstrittene EU-Asylreform gefordert. Die Europäische Union könne nicht auf eine weitere Krise warten, sagte Avramopoulos den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und vor allem: Wir können den Status quo nicht akzeptieren, in dem einige Mitgliedstaaten mehr Verantwortung tragen müssen als andere."

Pläne für die EU-Asylreform sehen nun vor, bei hohen Flüchtlingszahlen automatisch eine Umverteilung auf andere EU-Staaten einzuleiten. Osteuropäische EU-Staaten lehnen dies strikt ab. Aber auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach sich gegen die Verteilung von Flüchtlingen in der EU nach festgelegten Quoten aus.

"Die künftige Asyl- und Migrationspolitik Europas muss fair und ausgewogen sein. Heute ist sie es nicht", sagte der EU-Kommissar. "Solidarität kann es nicht bloß teilweise geben." Er erwarte, dass "die Regierungen der Mitgliedstaaten in allen Bereichen einen positiven Beitrag bringen und nicht einzelne Bereiche auswählen". Der Grieche forderte eine Einigung auf die europäische Asylreform bis Juni.


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