23.12.2017, 11:27 Uhr

Berlin (AFP) Merkel und Macron fordern Einhaltung des Waffenstillstands in der Ostukraine

Emmanuel Macron und Angela Merkel. Quelle: AFP/Archiv/LUDOVIC MARIN (Foto: AFP/Archiv/LUDOVIC MARIN)Emmanuel Macron und Angela Merkel. Quelle: AFP/Archiv/LUDOVIC MARIN (Foto: AFP/Archiv/LUDOVIC MARIN)

Vereinbarung über Austausch von Gefangenen begrüßt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben die Konfliktparteien in der Ostukraine aufgerufen, die Vereinbarungen für einen Waffenstillstand zu respektieren. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Merkel und Macron am Samstag beide Seiten auf, "ihrer Verantwortung gerecht zu werden" und schnellstmöglich getroffene Vereinbarungen umzusetzen, um die Leiden der Bevölkerung abzumildern.

Die Kanzlerin und der französische Staatschef kritisierten die "zuletzt stark gestiegene" Zahl der Waffenstillstandsverletzungen in der Ostukraine. Sie pochten auf die volle Umsetzung des Minsker Friedensabkommens, das unter anderem einen Waffenstillstand und eine Entwaffnung der Rebellen vorsieht. "Es gibt keine Alternative zu einer ausschließlich friedlichen Lösung des Konflikts", erklärten sie.

Im Osten der Ukraine herrscht seit mehr als drei Jahren ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Dabei wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet.

Merkel und Macron begrüßten die Vereinbarung, bis zu 380 Gefangene beider Seiten auszutauschen. "Diese Vereinbarung muss nun dringend umgesetzt werden", mahnten sie. "Dies wäre ein Meilenstein in der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen."


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