22.12.2017, 10:22 Uhr

Paris (AFP) Abbas: USA haben sich als Friedensvermittler "disqualifiziert"

Abbas (li.) und Macron in Paris. Quelle: POOL/AFP/Francois Mori (Foto: POOL/AFP/Francois Mori)Abbas (li.) und Macron in Paris. Quelle: POOL/AFP/Francois Mori (Foto: POOL/AFP/Francois Mori)

Palästinenserpräsident lobt UN-Votum gegen Washington

Durch die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels haben sich die USA aus Sicht von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als Friedensvermittler im Nahen Osten "disqualifiziert". Abbas sagte nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris, die Palästinenser würden nach dieser "Verletzung des internationalen Rechts" keinen Friedensplan mehr von den Vereinigten Staaten akzeptieren.

Abbas begrüßte zugleich das Votum der UN-Vollversammlung, mit dem die Staatengemeinschaft das Vorgehen der USA mehrheitlich verurteilt hatte. Für die Resolution stimmten am Donnerstag 128 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Macron betonte, die USA hätten sich mit der Entscheidung von Präsident Donald Trump international "ausgegrenzt". Er bekräftigte: "Ich billige die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten zu Jerusalem nicht." Es gebe "keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung". Dies bedeute, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels wie auch eines zu schaffenden Palästinenserstaates sein müsse.


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