21.12.2017, 07:33 Uhr

Wiesbaden (AFP) Tarifverdienste 2017 um 2,3 Prozent gestiegen

Geldscheine in einem Portemonnaie. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Lino Mirgeler (Foto: dpa/AFP/Archiv/Lino Mirgeler)Geldscheine in einem Portemonnaie. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Lino Mirgeler (Foto: dpa/AFP/Archiv/Lino Mirgeler)

Inflation frisst Großteil auf

Die Verdienste der Arbeiter und Angestellten mit Tarifvertrag sind in diesem Jahr im Schnitt um 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Vom Anstieg bleibt aber wenig im Portemonnaie: Denn die Verbraucherpreise kletterten in diesem Jahr deutlich stärker als in den Vorjahren, voraussichtlich um 1,7 Prozent. Der Reallohnzuwachs läge damit bei 0,6 Prozent.

Die Tarifverdienste stiegen überdurchschnittlich um jeweils 2,7 Prozent im Bergbau, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie bei sogenannten wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Wach- und Sicherheitsdiensten. Unterdurchschnittlich mit nur 0,6 Prozent kletterten die Tarifverdienste in der Energieversorgung oder bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 1,0 Prozent.

Die Verdienstentwicklung der Tarifbeschäftigten liege das sechste Jahr in Folge oberhalb der Preissteigerung, erklärte das Statistische Bundesamt. Stärker als in diesem Jahr waren die Tarifverdienste zuletzt 2014 gewachsen - damals kletterten sie um 3,2 Prozent. 2015 waren es 2,1 Prozent, im vergangenen Jahr 2,0 Prozent.


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