21.12.2017, 03:08 Uhr

Den Haag (AFP) Schlusszeremonie des UN-Kriegsverbrechertribunals für Ex-Jugoslawien

Gebäude des Haager Tribunals für Ex-Jugoslawien . Quelle: ANP/AFP/- (Foto: ANP/AFP/-)Gebäude des Haager Tribunals für Ex-Jugoslawien . Quelle: ANP/AFP/- (Foto: ANP/AFP/-)

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag beendet heute mit einer offiziellen Zeremonie seine Tätigkeit. Das Tribunal war im Mai 1993 durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ins Leben gerufen worden. Als Chefankläger amtierte in den vergangenen Jahren der Belgier Serge Brammertz, der 2008 die Nachfolge der Schweizerin Del Ponte antrat.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag beendet heute mit einer offiziellen Zeremonie seine Tätigkeit. Das Tribunal war im Mai 1993 durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ins Leben gerufen worden. Als Chefankläger amtierte in den vergangenen Jahren der Belgier Serge Brammertz, der 2008 die Nachfolge der Schweizerin Del Ponte antrat.

Von den insgesamt 161 Angeklagten wurden 84 verurteilt. In 19 Fällen kam es zu Freisprüchen. Zuletzt erregte Ende November der Fall des bosnisch-kroatischen Militärkommandeurs Slobodan Praljak Aufsehen, der sich bei der Verkündung seiner 20-jährigen Haftstrafe in einem Berufungsverfahren durch die Einnahme von Gift tötete. Wenige Tage zuvor hatte das Haager Tribunal in seinem letzten großen Verfahren in einem weltweit beachteten Urteil den ehemaligen bosnisch-serbischen General Ratko Mladic wegen Völkermordes und Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt.


0 Kommentare