19.12.2017, 11:46 Uhr

Berlin (AFP) Gedenkstätte am Breitscheidplatz im Beisein von Kanzlerin Merkel eingeweiht

Gedenkstätte am Berliner Breitscheidplatz. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)Gedenkstätte am Berliner Breitscheidplatz. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)

Berlins Bürgermeister Müller: "Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen"

Ein Jahr nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz haben Spitzenpolitiker aus dem Bund und dem Land Berlin eine Gedenkstätte eingeweiht. "Heute halten wir alle inne", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag. Das Attentat habe "Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen". Daher sei auch entschieden worden, eine Stätte des Gedenkens direkt am Anschlagsort zu schaffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm ebenso an der schlichten Zeremonie teil wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck (SPD). Sie entzündeten Kerzen und stellten diese an dem Gedenkort ab, der aus einem symbolische Riss aus Metall und den auf Treppen geschriebenen Namen der zwölf Todesopfer besteht.

Die Wunden insbesondere der Opfer und ihrer Angehörigen könnten "niemals alle geheilt, aber hoffentlich gemildert werden", sagte Müller in seiner Ansprache. Alle Menschen "teilen ihren Schmerz". Die Nacht des Anschlags und die folgenden Tage werde "allen ein Leben lang in Erinnerung bleiben". Der Terror habe aber nicht gesiegt, betonte er. Statt das Land durch Hass zu spalten, sei es zusammengerückt.

Der Tunesier Anis Amri war vor einem Jahr am 19. Dezember mit einem Lastwagen über den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Er hatte zwölf Menschen getötet und rund 70 weitere verletzt. In der Hauptstadt wird heute den ganzen Tag über mit verschiedenen Veranstaltungen an den Anschlag erinnert.


0 Kommentare