14.12.2017, 20:48 Uhr

Genf (AFP) UN-Vermittler nennt Genfer Syrien-Gespräche "verpasste goldene Gelegenheit"

UN-Vermittler De Mistura vor der Presse in Genf . Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)UN-Vermittler De Mistura vor der Presse in Genf . Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)

De Mistura macht vor allem Regierungsdelegation für Scheitern verantwortlich

Die achte Runde der Genfer Gespräche zur Beilegung des Syrienkonflikts sind nach den Worten des UN-Vermittlers Staffan de Mistura eine "verpasste goldene Gelegenheit" gewesen. De Mistura sagte Journalisten am Donnerstag, Verhandlungen habe es in Genf nicht gegeben. Er machte dafür insbesondere die syrische Regierungsdelegation verantwortlich, die außer für den Anti-Terrorkampf für kaum etwas anderes Interesse gezeigt habe.

Der UN-Diplomat äußerte sich am Ende der achten Gesprächsrunde zwischen Vertretern des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad und dessen bewaffneten Gegnern. Sieben vorherige Runden endeten seit dem vergangenen Jahr ebenfalls ergebnislos.

De Mistura, der sich selbst als unverbesserlichen Optimisten beschreibt, hatte die Hoffnung geäußert, dass es bei der am 28. November begonnenen Runde die erste "wirkliche Verhandlung" geben werde. Doch jetzt bekannte er, "enttäuscht" zu sein. Es habe keine Verhandlungen, aber "bilaterale Diskussionen" gegeben. Auf die Frage nach den weiteren Schritten sagte der italienisch-schwedische Diplomat, er werde das mit dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres und dem UN-Sicherheitsrat erörtern.


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