13.12.2017, 07:54 Uhr

Berlin (AFP) CDU-Wirtschaftspolitiker Linnemann für ernsthafte Gespräche über große Koalition

Carsten Linnemann. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner)Carsten Linnemann. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Guido Kirchner)

Persönliche und soziale Sicherheit soll gemeinsames Ziel von Union und SPD sein

Vor dem Treffen der Spitzen von Union und SPD hat der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann ernsthafte Gespräche über die Bildung einer erneuten großen Koalition gefordert. Ideen wie eine Kooperationskoalition funktionierten nicht, sagte Linnemann am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Wenn man sich heute Abend trifft, muss herauskommen, dass man wirklich ernsthaft den Versuch macht, dass man es wirklich will."

Und wenn auf beiden Seiten der Wille zur Bildung einer Regierung bestehe, müssten sich Union und SPD bereits am Anfang auf ein gemeinsame Linie einigen, wie "man dieses Land in die Zukunft führen will", sagte Linnemann. CDU, CSU und SPD dürften sich nicht "in Details verheddern", wie es in den Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis geschehen sei.

"Wenn man das schafft, dann gibt es eine andere große Koalition als die alte", zeigte sich Linnemann überzeugt. Als gemeinsame Überschriften für eine erneute große Koalition müssten die persönliche und soziale Sicherheit sowie das Thema Europa stehen.

Die Spitzen von Union und SPD kommen am Mittwochabend in Berlin zu einem Gespräch über die Möglichkeiten einer Regierungsbildung zusammen. An der Beratung nehmen außer den Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) auch die Fraktionschefs Volker Kauder (CDU) und Andrea Nahles (SPD) sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt teil.

Im Lichte des Gesprächs will die SPD-Führung am Freitag über die Aufnahme von Sondierungsverhandlungen mit der Union entscheiden. Der SPD-Parteitag hatte sich in der vergangenen Woche für ergebnisoffene Gespräche mit CDU und CSU ausgesprochen. Diskutiert werden in der SPD neben einer erneuten großen Koalition auch Modelle der Kooperation oder eine Minderheitsregierung.


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