13.12.2017, 12:22 Uhr

London (AFP) Prinzen und Droide bei "Star-Wars"-Premiere in London

Droide BB-8 verbeugt sich vor William und Harry. Quelle: POOL/AFP/Eddie MULHOLLAND (Foto: POOL/AFP/Eddie MULHOLLAND)Droide BB-8 verbeugt sich vor William und Harry. Quelle: POOL/AFP/Eddie MULHOLLAND (Foto: POOL/AFP/Eddie MULHOLLAND)

William und Harry sollen in neuer Episode Cameo-Auftritt haben

Hollywood-Stars, ein Droide und zwei echte Prinzen: Bei der Europa-Premiere des achten "Star Wars"-Films hat es an Highlights nicht gemangelt. Zu der Vorführung der Episode "Die letzten Jedi" am Dienstagabend in London kamen unter anderem "Star Wars"-Urgestein Mark Hamill, Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong'o und die britischen Prinzen William und Harry, die in dem Film einen Cameo-Auftritt haben sollen.

Auf dem roten Teppich wurden William und Harry von dem Droiden BB-8 begrüßt. Der kleine Roboter rollte auf die Enkel von Queen Elizabeth zu und verbeugte sich artig. Die in Smokings gekleideten Prinzen blickten amüsiert auf das Science-Fiction-Wesen herab.

Die achte Episode "Star Wars: Die letzten Jedi" wurde in den Londoner Pinewood-Studios und an der irischen Westküste gedreht. William und Harry sollen angeblich einen Cameo-Auftritt als Sturmtruppen bekommen haben, nachdem sie im April das Filmset besucht hatten. Die "Stormtrooper" tragen allerdings weiße Uniformen und Helme, so dass sie sich kaum voneinander unterscheiden lassen.

Bei der Premiere in der Royal Albert Hall trafen die Prinzen die Darsteller, darunter den US-Schauspieler Hamill, der schon in der ersten "Star-Wars"-Trilogie die Hauptfigur Luke Skywalker spielte. Der erste Film des Weltraumepos kam 1977 in die Kinos, die Saga hat bis heute eine riesige Fangemeinde.

Hamill freute sich bei der Premierenfeier über die Langlebigkeit des "Star Wars"-Kults. "Es ist so, als ob ein Haufen Kinder meine alte Spielzeugkiste durchwühlt und mit meinen Spielsachen spielt", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Ich liebe es."

Für Andy Serkis, der in der neuen Episode den Obersten Anführer Snoke spielt, hat die Saga nichts an Aktualität eingebüßt. "Ich denke, sie behandelt wirklich Probleme, mit denen die Welt gerade zu tun hat, Politik, die die Menschen entzweit, und den Funken Hoffnung, der die Menschen wieder zusammenbringen wird", sagte er AFP.

Die kenianische Schauspielerin Nyong'o, die ebenfalls in "Die letzten Jedi" mitspielt, hob hingegen hervor, Filme wie die "Star Wars"-Episoden, böten eine Flucht aus dem Alltag. Fantasie "erlaubt es uns vor allem, für eine Sekunde aus der Welt zu flüchten, in der wir sind", sagte sie. "Und für einen Moment vergessen wir unsere eigenen Sorgen und sorgen uns um die weit, weit entfernte Galaxie."

Der neue "Star Wars"-Film soll am Donnerstag in die US-Kinos kommen. Experten sagen einen der erfolgreichsten Filmstarts der Kinogeschichte voraus. Erwartet werden allein am ersten Wochenende Einnahmen von rund 220 Millionen Dollar (187 Millionen Euro).

Seit der ersten Episode haben die "Star Wars"-Filme in vierzig Jahren mehr als 7,5 Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) eingespielt. Im November kündigte der Disney-Konzern, der die Weltraumsaga mittlerweile produziert, eine weitere "Star Wars"-Trilogie an. Auch im Fernsehen sind dem Star Wars-Imperium keine Grenzen gesetzt. Disney plant zurzeit einen eigenen Streaming-Dienst, der "tausende Stunden" Film- und Fernsehmaterial rund um die erfolgreichste Unterhaltungsreihe aller Zeiten bieten soll.


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