12.12.2017, 09:13 Uhr

Washington (AFP) Trump will Astronauten zum Mond und Mars schicken

Ein kleiner Astronaut als Sinnblid für Trumps größe Träume
. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)Ein kleiner Astronaut als Sinnblid für Trumps größe Träume . Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

Letzte bemannte Mission war vor 45 Jahren

45 Jahre nach dem letzten Menschen auf dem Mond will US-Präsident Donald Trump wieder bemannte Missionen zum Erdtrabanten schicken - und später auch zum Mars. Trump unterzeichnete am Montag in Washington eine entsprechende Anweisung an die Raumfahrtbehörde Nasa. "Dieses Mal werden wir nicht nur unsere Fahne einrammen und unseren Fußabdruck hinterlassen", sagte er. Wichtige Details ließ er allerdings offen.

"Wir träumen groß", sagte Trump. Die USA sollten in der Erkundung des Weltalls ihre Führungsrolle bewahren. Ziel des ehrgeizigen Programms sei die langfristige Erforschung und Nutzung des Monds, sagte der Präsident bei seinem Auftritt im Weißen Haus. Auch solle mit der Mondmission die Grundlage für spätere bemannte Flüge zum Mars und "vielleicht eines Tages zu vielen Welten" außerhalb des Universums gelegt werden.

Einen Zeitrahmen für die Missionen zu Mond und Mars nannte Trump nicht. Auch äußerte er sich nicht näher dazu, wie sie finanziert werden sollen. Die Nasa hatte ihre Astronautenflüge zum Mond nach der Mission der Apollo 17 im Dezember 1972 eingestellt.

Ein Projekt von Trumps Vorvorgänger George W. Bush sah vor, spätestens bis zum Jahr 2020 wieder einen US-Astronauten auf den Mond zu schicken, die Kosten wurden auf rund 100.000 Milliarden Dollar geschätzt. Sein Nachfolger Barack Obama strich das Programm unter anderem aus finanziellen Gründen.

Allerdings gab Obama als Ziel aus, dass die Nasa im übernächsten Jahrzehnt Astronauten zum Mars schicken soll. Insofern knüpft Trump zumindest teilweise an die Raumfahrtpläne seines Vorgängers an.

Trump unterzeichnete seine Direktive in Anwesenheit von Harrison Schmitt, einem der beiden letzten US-Astronauten auf dem Mond. Auch der zweite Mann auf dem Mond, Buzz Aldrin, war bei der Zeremonie im Weißen Haus anwesend, wurde aber von dem US-Präsidenten in seiner Rede nicht erwähnt.

Trotz der vielen offenen Fragen begrüßte der amtierende Nasa-Chef Robert Lightfood die Ankündigung des Präsidenten. Seine Behörde "freue sich" auf die Aufgabe, "Menschen zurück auf den Mond zu schicken, zum Mars zu reisen" und weiter in das äußere Sonnensystem vorzudringen. Um das ehrgeizige Programm umzusetzen, denkt das Weiße Haus nach eigenen Angaben auch über Partnerschaften mit anderen Staaten und Privatunternehmen nach, wie es in einer Erklärung unterstrich.


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