11.12.2017, 08:38 Uhr

Hamburg (AFP) Wintereinbruch sorgt bundesweit für Unfälle und Verkehrsbehinderungen

Winterwetter in Hamburg. Quelle: dpa/AFP/Axel Heimken (Foto: dpa/AFP/Axel Heimken)Winterwetter in Hamburg. Quelle: dpa/AFP/Axel Heimken (Foto: dpa/AFP/Axel Heimken)

Schneeglätte in weiten Teilen des Landes - Reisebus in Niedersachsen umgekippt

Der Wintereinbruch hat seit Sonntag auf den Straßen in vielen Teilen Deutschlands für Probleme gesorgt. Von Schleswig-Holstein bis Thüringen und Baden-Württemberg meldete die Polizei Unfälle und Behinderungen. Meistens blieb es bei Blechschäden und leichten Verletzungen. Es gab aber auch schwerere Zwischenfälle. Mindestens ein Mensch starb bei einem durch Schnee- und Eisglätte bedingten Unfall.

Der 69-jährige Lastwagenfahrer war nach Angaben der Polizei am Sonntagnachmittag im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus beim Abbiegen in eine Grundstückseinfahrt von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum geprallt. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er starb.

Auf einer Landstraße nahe dem niedersächsischen Auetal kippte am Sonntagabend ein mit 47 Menschen besetzter Reisebus um. Wie die Polizei mitteilte, gab es einige Leichtverletzte. Demnach war der Bus vermutlich aufgrund von Schnee- und Eisglätte auf der Straße ins Rutschen gekommen und umgestürzt. Die Feuerwehr befreite die Passagiere, indem sie eine Fensterscheibe entfernte.

In Nordrhein-Westfalen statteten die Feuerwehren ihre Fahrzeuge wegen der angekündigten starken Schneefälle nach eigenen Angaben mit Schneeketten aus, so etwa in Bochum und Mülheim an der Ruhr. Mehrfach mussten Rettungswagenbesatzungen dort auch Menschen versorgen, die auf glatten Wegen stürzten. In Bochum gab es den Rettern zufolge binnen wenigen Stunden fast 20 Wintereinsätze.

In Mülheim mussten Feuerwehrleute auch Äste und ganze Bäume entfernen, die durch die massive Schneelast gebrochen waren. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Rheinland-Pfalz zählte am Sonntag derweil 66 witterungsbedingte Unfälle. Auf den Autobahnen in Thüringen waren es nach Angaben der Beamten dort mehr als 20.

Für Chaos sorgte der Wintereinbruch auch im Flugverkehr. Am Flughafen Frankfurt mussten am Sonntag mehr als 300 Flüge gestrichen werden. Aufgrund der starken Schneefälle war es laut Airport schwierig, die Landebahnen freizuhalten. Zeitweise standen nur je eine Bahn für Starts beziehungsweise Landungen zur Verfügung.


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