11.12.2017, 04:59 Uhr

Berlin (AFP) Arbeitgeber erteilen SPD-Forderung nach Bürgerversicherung Absage

BDA-Präsident Kramer . Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska)BDA-Präsident Kramer . Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska)

Kramer: Schlechtere Versorgung und höhere Kosten für Patienten

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat der SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung eine Absage erteilt. "Um den künftigen Herausforderungen in der Krankenversicherung gerecht zu werden, bedarf es nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung, der die Kosten dämpft", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland vom Montag.

"Eine Einheitskasse" wäre "der falsche Weg", sagte Kramer. Der SPD warf er vor, "Etikettenschwindel" zu betreiben. Was sie vorschlage, sei in Wirklichkeit "eine Anti-Bürgerversicherung".

Kramer warnte vor weitreichenden Folgen im Fall eines Systemwechsels. "Die Vorschläge der SPD würden für die Patienten schlechtere medizinische Versorgung und höhere Kosten bedeuten", sagte er. Dafür gebe es schlechte Beispiele in anderen Ländern, etwa in Großbritannien. "Gleichmacherei statt Wettbewerb hat nichts mit Zukunftsfähigkeit zu tun", sagte Kramer.

Die SPD tritt für eine Bürgerversicherung ein, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen. Dies würde langfristig das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung beenden.


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