08.12.2017, 13:10 Uhr

Berlin (AFP) Seehofer stellt sich gegen SPD-Konzept zur Bürgerversicherung

Beim Hausarzt. Quelle: dpa/AFP/Bernd Weissbrod (Foto: dpa/AFP/Bernd Weissbrod)Beim Hausarzt. Quelle: dpa/AFP/Bernd Weissbrod (Foto: dpa/AFP/Bernd Weissbrod)

CSU-Chef sieht sich als Chef-Unterhändler seiner Partei bei Gesprächen mit SPD

Die von der SPD geforderte Bürgerversicherung im Gesundheitswesen wird es mit der CSU nach den Worten ihres Vorsitzenden Horst Seehofer nicht geben. Bei dem Modell gebe es "viele Probleme, die ungelöst sind", sagte Seehofer dem Magazin "Spiegel" und fügte hinzu: "Ich sehe nicht, wie man sie so umsetzen kann, dass sie nicht für große Ungerechtigkeiten sorgt."

Die SPD tritt für eine Bürgerversicherung ein, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen. Dies würde langfristig das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung beenden.

Seehofer machte zugleich deutlich, dass er trotz der personellen Veränderungen in seiner Partei bei den anstehenden Gesprächen mit der SPD den Hut aufhaben werde. "Der Parteichef führt die Verhandlungen, es geht da ja schließlich um die Bundespolitik der CSU." Zuvor hatte der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Anspruch angemeldet, sich aktiv in die Berliner Gespräche zur Regierungsbildung einbringen zu wollen.

Im Machtkampf bei der CSU war entschieden worden, dass Söder Anfang kommenden Jahres die Nachfolge von Seehofer als Ministerpräsident antritt, der CSU-Chef aber seinen Chefposten in der Partei behält.


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