06.12.2017, 08:38 Uhr

München (AFP) Bayerns Arbeitgeber lehnen 28-Stunden-Woche für Metaller weiterhin ab

Zweite Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt)Zweite Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hendrik Schmidt)

Tarifverhandlungen werden in mehreren Ländern fortgesetzt

Vor der Fortsetzung der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber in Bayern einer Absenkung der Wochenarbeitszeit eine Absage erteilt. Die Forderung nach einer 28-Stunden-Woche mit Lohnausgleich passe "nicht in die Zeit", sagte die Verhandlungsführerin des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, Angelique Renkhoff-Mücke, am Mittwochmorgen im Bayerischen Rundfunk. In Bayern müssten die Betriebe dann 33.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Eine Verkürzung der Arbeitszeit sei für die Beschäftigten schon jetzt möglich und im Tarifvertrag festgeschrieben, sagte Renkhoff-Mücke weiter. Die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn sei außerdem trotz der wirtschaftlich guten Situation vieler Betriebe "zu hoch".

Außer in Bayern startet am Mittwochvormittag auch in Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland die zweite Runde der Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft IG Metall fordert für die knapp vier Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld sowie die Möglichkeit für die Arbeitnehmer, für maximal zwei Jahre ihre wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren. Die Arbeitgeber lehnen das ab.


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