24.11.2017, 07:54 Uhr

Gießen (AFP) Ärztin wegen Vorwurfs verbotener Werbung für Schwangerschaftsabbrüche vor Gericht

Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)

Vor dem Amtsgericht im hessischen Gießen muss sich am Freitag (10.00 Uhr) eine Ärztin wegen des Vorwurfs der unerlaubten Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verantworten. Sie soll auf ihrer Internetseite Informationsangebote in unzulässiger Weise mit dem Hinweis auf einen Abbruch in ihrer eigenen Praxis verknüpft haben. Öffentliche Werbung für Abtreibungen ist verboten, sofern damit persönliche finanzielle Vorteile erzielt werden sollen.

Vor dem Amtsgericht im hessischen Gießen muss sich am Freitag (10.00 Uhr) eine Ärztin wegen des Vorwurfs der unerlaubten Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verantworten. Sie soll auf ihrer Internetseite Informationsangebote in unzulässiger Weise mit dem Hinweis auf einen Abbruch in ihrer eigenen Praxis verknüpft haben. Öffentliche Werbung für Abtreibungen ist verboten, sofern damit persönliche finanzielle Vorteile erzielt werden sollen.

Die beklagte Medizinerin wurde nach eigenen Angaben von radikalen Abtreibungsgegnern bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Demnach kam dies schon öfter vor, dieses Mal erhob die Behörde Anklage. Sie habe lediglich auf neutrale Weise über gesetzliche Voraussetzungen, Methoden und Risiken eines legalen Abbruchs informiert, betont die Medizinerin. Sie startete inzwischen eine Petition für eine Abschaffung des entsprechenden Werbeverbotsparagrafen.


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