24.11.2017, 04:26 Uhr

Passau (AFP) SPD-Vize fordert Befragung der Basis vor Änderung von Absage an große Koalition

SPD-Vize Ralf Stegner. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Frank Molter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Frank Molter)SPD-Vize Ralf Stegner. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Frank Molter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Frank Molter)

Stegner plädiert für Prüfung von Minderheitsregierung

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hat ein Abrücken von der Absage an eine große Koalition vor einer Befragung der Parteibasis ausgeschlossen. Eine Änderung der Parteibeschlüsse in dieser Frage sei ohne eine Beteiligung der Parteimitglieder nicht möglich, sagte Stegner der "Passauer Neuen Presse".

Er sehe in der SPD keineswegs eine Stimmung für eine große Koalition. Die Entscheidung, die Opposiionsrolle zu wählen, sei richtig gewesen und in der Partei auf "außerordentlich große Zustimmung gestoßen", sagte der SPD-Vize. Seine Partei wünsche sich weder Neuwahlen noch eine Große Koalition. Stegner plädierte dafür, das Modell einer Minderheitsregierung zu prüfen.

Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen hatte SPD-Parteichef Martin Schulz sich auf die Forderung nach Neuwahlen festgelegt und einem neuen Bündnis mit der Union eine Absage erteilt. In den vergangenen Tagen waren in der SPD jedoch Stimmen mit der Forderung laut geworden, sich gesprächsbereit zu zeigen.


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