23.11.2017, 09:10 Uhr

Köln (AFP) Lindner will nach möglicher Neuwahl nicht erneut über Jamaika-Bündnis verhandeln

FDP-Chef Lindner. Quelle: AFP/Archiv/Odd Andersen (Foto: AFP/Archiv/Odd Andersen)FDP-Chef Lindner. Quelle: AFP/Archiv/Odd Andersen (Foto: AFP/Archiv/Odd Andersen)

FDP-Chef: Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Grünen im Bund derzeit nicht möglich

FDP-Chef Christian Lindner will nach einer möglichen Neuwahl nicht erneut über eine Jamaika-Koalition verhandeln. "Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Grünen auf Bundesebene ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich", sagte Lindner dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Donnerstag. "Die Steine, die sie uns jetzt hinterher werfen mit Verschwörungstheorien und Verunglimpfungen, wir seien eine rechtspopulistische Partei, bestätigen mich in dieser Bewertung."

Die FDP war zu Beginn der Woche aus den Sondierungesprächen mit Union und Grünen ausgestiegen. Neuwahlen sind nun eine Möglichkeit, die anderen wären eine Minderheitsregierung oder doch eine erneute große Koalition aus Union und SPD. Das schließen die Sozialdemokraten bislang jedoch aus.

Lindner sieht dennoch jetzt "die SPD am Zug". Sie sollte sich zumindest der Mühe unterziehen, "der wir uns vier Wochen lang unterzogen haben", forderte der FDP-Vorsitzende. Das Thema der Duldung einer Minderheitsregierung stellt sich für Lindner derzeit nicht. Er sei generell "kein Freund von Minderheitsregierungen".


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