24.10.2017, 13:42 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Berlin (AFP) AfD-Kandidat Glaser in erstem Wahlgang als Bundestagsvizepräsident durchgefallen

AfD-Politiker Glaser. Quelle: AFP/Stefanie Loos (Foto:AFP/Stefanie Loos)AfD-Politiker Glaser. Quelle: AFP/Stefanie Loos (Foto:AFP/Stefanie Loos)

AfD schlägt umstrittenen Kandidaten für zweiten Wahlgang erneut vor

Bei der Wahl der Bundestagsvizepräsidenten ist der AfD-Kandidat Albrecht Glaser im ersten Wahlgang durchgefallen. Glaser erhielt 115 Stimmen, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag mitteilte. Es gab 550-Nein-Stimmen und 26 Enthaltungen. Die AfD schlug Glaser umgehend für einen zweiten Wahlgang vor.

Glaser erhielt mehr Stimmen, als die AfD-Fraktion mit ihren 92 Abgeordneten hat. Jeder Fraktion im Bundestag steht das Recht zu, einen der Stellvertreterposten im Parlamentspräsidium zu besetzen. Die Kandidaten der anderen Fraktionen wurden im ersten Wahlgang gewählt.

Glaser ist umstritten, da er den Islam wiederholt als politische Ideologie bezeichnet und in Abrede gestellt hatte, dass sich Muslime auf die im Grundgesetz geschützte Religionsfreiheit berufen können.


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