24.10.2017, 09:05 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Wien (AFP) Österreichs konservative ÖVP lädt Rechtspopulisten zu Koalitionsverhandlungen ein

ÖVP-Chef Kurz (l.) und FPÖ-Chef Strache. Quelle: APA/AFP/Archiv/Georg Hochmuth (Foto:APA/AFP/Archiv/Georg Hochmuth)ÖVP-Chef Kurz (l.) und FPÖ-Chef Strache. Quelle: APA/AFP/Archiv/Georg Hochmuth (Foto:APA/AFP/Archiv/Georg Hochmuth)

Sondierungsgespräche mit FPÖ zuvor "positiv" verlaufen

Der Chef der konservativen österreichischen ÖVP, Sebastian Kurz, strebt Koalitionsverhandlungen mit der rechtspopulistischen FPÖ an. Er habe die FPÖ zu Gesprächen eingeladen, die auf die Bildung einer Regierungskoalition abzielten, kündigte Kurz am Dienstag an. Der Schritt war erwartet worden, nachdem beide Parteien zuvor "positive" Sondierungsgespräche geführt hatten.

Die ÖVP war bei der Parlamentswahl am 15. Oktober stärkste Kraft geworden. Im Wahlkampf hatte Parteichef und Außenminister Kurz unter anderem mit der Forderung nach einer Begrenzung der Migration geworben - einem Thema der rechtspopulistischen FPÖ.

Die ÖVP war bereits im Jahr 2000 eine Koalition mit der FPÖ eingegangen. Das damals geschlossene Bündnis löste in Europa Empörung aus, die EU verhängte sogar Sanktionen. Kurz versicherte jedoch, jede Regierung unter seiner Führung werde proeuropäisch ausgerichtet sein.


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