31.08.2017, 09:16 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Berlin (AFP) Daimler widerspricht Berichten über Absetzung von VDA-Präsident Wissmann

Daimler-Chef Zetsche (l.) und Wissmann beim Dieselgipfel. Quelle: AFP/AXEL SCHMIDT (Foto:AFP/AXEL SCHMIDT)Daimler-Chef Zetsche (l.) und Wissmann beim Dieselgipfel. Quelle: AFP/AXEL SCHMIDT (Foto:AFP/AXEL SCHMIDT)

Autoindustrie will angeblich personellen Neuanfang an der Spitze des Verbands

Daimler hat Berichten über eine mögliche Absetzung des Präsidenten des Automobilverbands VDA widersprochen. "Von einer Ablösung Matthias Wissmanns kann keine Rede sein", erklärte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag. Die Berichte bezeichnete er als "Personalspekulationen". Zuvor hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) berichtet, dass die Autoindustrie einen personellen Neuanfang an der Spitze des Verbandes der Automobilindustrie anstrebt.

Das RND berief sich auf Industriekreise. Demnach soll der VDA-Vorsitzende Wissmann nach über zehn Jahren an der Spitze des Verbands abgelöst werden. Die Suche nach einem Nachfolger, der das Ruder nach der Bundestagswahl übernehmen soll, koordiniert demnach Daimler-Chef Dieter Zetsche. Auch Headhunter sollen beteiligt sein.

Die Führungen von Daimler, BMW und Volkswagen wollten im Herbst mit einer "personellen und inhaltlichen Neuaufstellung" die Debatte über Verbrennungsmotoren und mögliche Fahrverbote bestreiten, berichtete das RND. Wissmann ist seit 2007 VDA-Präsident, sein Vertrag war erst im vergangenen Jahr um zwei Jahre verlängert worden. Von 1993 bis 1998 war der CDU-Politiker Bundesverkehrsminister.

Im Zuge des Diesel-Abgasskandals sei es zu Unstimmigkeiten zwischen Wissmann und zuletzt Zetsche selbst gekommen, berichtet das RND. Dem VDA gehören über 600 Unternehmen an, darunter neben den großen Autobauern auch etliche Zulieferer.


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