30.08.2017, 14:16 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Hamburg (AFP) Munich Re: Steigende Unwetterschäden auch in Deutschland

"Harvey" wütet in den USA. Quelle: AFP/Archiv/MARK RALSTON (Foto:AFP/Archiv/MARK RALSTON)"Harvey" wütet in den USA. Quelle: AFP/Archiv/MARK RALSTON (Foto:AFP/Archiv/MARK RALSTON)

Experte macht Klimawandel für steigende Zahl an Gewittern verantwortlich

Angesichts der Zerstörungen durch den in den USA wütenden Hurrikan "Harvey" hat Deutschlands größter Rückversicherer Munich Re auf steigende Unwetterschäden auch in Deutschland hingewiesen. Die Unwetter würden heftiger und häufiger, sagte der Leiter der Geo-Risikoforschung des Konzerns, Peter Höppe, laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch der Wochenzeitung "Die Zeit".

In den 1980er Jahren hätten Gewitter noch Schäden von jährlich rund 200 Millionen Euro verursacht, heute seien es mit 1,5 Milliarden Euro mehr als siebenmal mehr. Dabei ist dem Bericht zufolge die Inflation ebenso herausgerechnet wie die Tatsache, dass zerstörte Häuser oder Autos heute oft mehr wert sind als früher.

"In Deutschland haben sich von den zehn teuersten Gewittern der letzten 40 Jahre sieben seit dem Jahr 2013 ereignet", sagte Höppe. Das sei "eine auffällige Häufung". Er machte dafür den Klimawandel verantwortlich: Weil sich die Ozeanoberflächen erwärmten, verdunste mehr Wasser. "Wasserdampf ist der Treibstoff für Gewitter wie auch für Hurrikane", hob der Meteorologe hervor.


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