28.08.2017, 07:52 Uhr zuletzt aktualisiert vor

München (AFP) Mutmaßlicher Waffenhändler nach Amoklauf von München vor Gericht

Angeklagter Philipp K. vor Gericht in München. Quelle: dpa/AFP/Sven HoppeAngeklagter Philipp K. vor Gericht in München. Quelle: dpa/AFP/Sven Hoppe

Staatsanwaltschaft wirft 32-Jährigem unter anderem fahrlässige Tötung vor

Gut ein Jahr nach dem Amoklauf eines 18-jährigen Schülers in München hat vor dem Landgericht München I am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Lieferanten der Tatwaffe begonnen. Der Angeklagte Philipp K. soll dem späteren Amokläufer im Mai 2016 über das sogenannte Darknet die Waffe verkauft haben, mit der der Attentäter David S. neun Menschen tötete.

Die Staatsanwaltschaft legt dem 32-jährigen K. unter anderem fahrlässige Tötung in neun Fällen, unerlaubten Waffenhandel und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Der Attentäter David S. erschoss am 22. Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und anschließend sich selbst.

In dem Prozess wird es auch um die Frage gehen, ob der Waffenhändler womöglich in die Tatpläne eingeweiht war. Nebenklagevertreter sehen dafür Anhaltspunkte und fordern deshalb eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord.


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