25.08.2017, 08:20 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Aachen (AFP) Kohlegegner dringen vorübergehend in rheinischen Barunkohletagebau ein

Polizisten im Tagebaugebiet. Quelle: dpa/AFP/Oliver BergPolizisten im Tagebaugebiet. Quelle: dpa/AFP/Oliver Berg

13 Menschen klettern auf Bagger - Blockadeversuche erwartet

Kohlegegner sind am Montagmorgen vorübergehend in den Tagebau Inden im rheinischen Braunkohlerevier eingedrungen. Wie die Polizei in Aachen mitteilte, kletterten insgesamt 13 zunächst Unbekannte in dem Abbaufeld auf einen Braunkohlebagger. Sie wurden demnach am Vormittag von Polizisten aus dem Tagebau herausgeführt.

Klimaschützer hatten am Donnerstag im Tagebaugebiet zwischen Aachen und Köln mit sogenannten Aktionstagen für einen sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleförderung begonnen. Im Zuge der bis Dienstag geplanten Proteste werden auch Blockadeversuche erwartet. Die Polizei kündigte an, bei möglichen Straftaten konsequent einzugreifen.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände hatte im Vorfeld dem Tagebaubetreiber RWE ein Ultimatum für die Schließung der Fördergruben gestellt, das in der Nacht zum Donnerstag ablief. Verstreiche die Frist ungenutzt, "werden wir das übernehmen", hatte das Bündnis angekündigt.

2015 waren Klimaaktivisten in den RWE-Tagebau Garzweiler eingedrungen, die Polizei ging damals massiv gegen die Blockierer vor. 2016 hatte es Blockadeaktionen von Kohlegegnern im Braunkohlerevier in der Lausitz gegeben.


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