21.08.2017, 07:21 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Seoul (AFP) Militärmanöver der USA und Südkoreas begonnen

Südkoreanische Soldaten bei dem gemeinsamen Manöver 2016
. Quelle: AFP/Archiv/JUNG YEON-JESüdkoreanische Soldaten bei dem gemeinsamen Manöver 2016 . Quelle: AFP/Archiv/JUNG YEON-JE

Südkoreas Präsident weist nordkoreanische Vorwürfe der Kriegstreiberei zurück

Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea haben die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea begonnen. Zehntausende Soldaten nehmen an den auf zwei Wochen angelegten Übungen teil. Seitens der US-Armee beteiligen sich insgesamt 17.500 US-Soldaten. Nordkorea fühlt sich durch das Manöver bedroht. Südkoreas Präsident Moon Jae In wies nordkoreanische Vorwürfe der Kriegstreiberei zurück.

Moon versicherte, die Übung sei "rein defensiver Natur". Er appellierte an seinen Nachbarn, die Übung nicht "als Ausrede für Provokationen zu nutzen, die die Situation verschlimmern würden". Bei einer Kabinettssitzung sagte Moon, Nordkoreas wiederholte Provokationen zwängen Südkorea und die USA dazu, die gemeinsamen Militärübungen abzuhalten. Das würde im Gegenzug den "Teufelskreis am Laufen halten".

Pjöngjang warf den USA vor, auf der koreanischen Halbinsel "Öl ins Feuer zu gießen". Niemand könne garantieren, dass sich das Manöver nicht zu "tatsächlichen Kämpfen" ausweite, hieß es in der Staatszeitung "Rodong Sinmun". US-Verteidigungsminister James Mattis sagte am Sonntag, Ziel der Übung sei es, die Fähigkeit und Bereitschaft der USA sicherzustellen, "Südkorea und unsere Verbündeten zu verteidigen".

Im vergangenen Jahr waren noch 25.000 US-Soldaten an den Militärübungen beteiligt. Mattis wies den Vorwurf zurück, dass die Zahl der US-Soldaten zur Beschwichtigung Pjöngjangs verringert worden sei. Die geringere Truppenstärke sei "dafür angelegt, die Ziele der Übung zu erreichen".

Im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm hatte sich der Ton zwischen Washington und Pjöngjang zuletzt deutlich verschärft. US-Präsident Donald Trump drohte Nordkorea mit einem Militäreinsatz. Daraufhin erklärte Pjöngjang, einen Raketenangriff auf Ziele vor der Pazifikinsel Guam vorzubereiten. Zuletzt rückte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un von dieser Drohung aber wieder ab.


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