20.08.2017, 22:49 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Washington (AFP) Erste Runde der Nafta-Neuverhandlungen beendet

Fahnen der Nafta-Mitglieder bei Gesprächen in Washington. Quelle: AFP/PAUL J. RICHARDSFahnen der Nafta-Mitglieder bei Gesprächen in Washington. Quelle: AFP/PAUL J. RICHARDS

USA, Kanada und Mexiko wollen Verhandlungsprozess beschleunigen

Die USA, Kanada und Mexiko haben die erste Runde der Neuverhandlungen zum Nafta-Freihandelsabkommen beendet. Alle drei Länder seien bemüht, den Verhandlungsprozess zu beschleunigen und das Abkommen zu verbessern, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung vom Sonntag. Ziel sei es, das Abkommen "Standards des 21. Jahrhunderts" anzupassen, die dem Wohl der Bürger aller drei Länder dienten.

In der ersten Verhandlungsrunde wurden den Angaben zufolge mehr als zwei Dutzend Themen angesprochen. Alle Seiten hätten sich darauf verständigt, in den kommenden zwei Wochen nach Gesprächen mit Unternehmen in den jeweiligen Heimatländern weitere Vorschläge einzureichen.

Die Gespräche hatten am Mittwoch in Washington begonnen. Gleich zu Beginn waren die Differenzen zwischen den beteiligten Staaten offenbart worden: Während die USA für eine tiefgreifende Änderung der Regelungen plädierten, stellten Kanada und Mexiko klar, dass es ihnen vor allem darum geht, das Abkommen zu "verbessern" und "weiterzuentwickeln".

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. bis 5. September in Mexiko geplant, Ende September soll in Kanada weiter verhandelt werden. Im Oktober ist eine weitere Runde in den USA geplant. Bis Jahresende sind weitere Gespräche vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen im Wahlkampf wiederholt als "Katastrophe" bezeichnet. Seine Drohung, aus Nafta auszusteigen, nahm er aber mittlerweile zurück, stattdessen will er die Bedingungen zugunsten der USA neu verhandeln.


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