17.08.2017, 12:06 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Bochum (AFP) Studie: 41 Prozent der Deutschen planen Autokauf in absehbarer Zeit

Verbraucher sind in Auto-Kauflaune. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Frank RumpenhorstVerbraucher sind in Auto-Kauflaune. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Frank Rumpenhorst

Nur fünf Prozent können sich E-Auto-Kauf konkret vorstellen

Mehr als 40 Prozent der Deutschen wollen sich einer Studie zufolge in den kommenden 18 Monaten ein neues Auto zulegen. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie "Trends beim Autokauf 2017" des Tankstellenbetreibers Aral hervorgeht, sind dies fünf Prozentpunkte mehr als 2015. Jeder vierte Befragte plant demnach den Kauf eines fabrikneuen Autos. Dies sei der höchste jemals ermittelte Wert in der seit 2003 im Zwei-Jahres-Rhythmus erfolgenden Befragung. Grund für die Kauflaune seien die gute Konjunktur, der robuste Arbeitsmarkt und das niedrige Zinsniveau.

Jeder zweite Kaufinteressent will sich demnach einen klassischen Benziner zulegen. Im Vergleich zur Vorgängerstudie entspreche dies einem Plus von zehn Prozentpunkten. Auf Platz zwei folgt der Diesel mit nur noch 18 Prozent – vor zwei Jahren gaben dies noch 31 Prozent der Befragten an. Der zweite große Gewinner neben dem Benziner sind Hybridmotoren. Seit 2013 stieg der Anteil von sechs über elf auf jetzt 15 Prozent.

55 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, grundsätzlich Interesse an einem Elektroauto zu haben. Gleichzeitig erklärten aber nur fünf Prozent, sich ganz konkret die Anschaffung eines E-Autos vorstellen zu können. Selbstfahrende Autos rufen der Studie zufolge weniger Begeisterung hervor als noch vor zwei Jahren: Nur 20 Prozent der Befragten können sich vorstellen, autonom zu fahren. 2015 waren es noch 34 Prozent.

Bei der Karosserieform steht die Limousine weiter an der Spitze mit einem Anteil von 34 Prozent. Kleinwagen verloren deutlich in der Käufergunst. Wollte vor zwei Jahren noch jeder vierte Autokäufer einen Stadtflitzer, waren es jetzt nur noch sechs Prozent. Das Interesse an Geländewagen verdreifachte sich hingegen in den vergangenen zwei Jahren auf 15 Prozent.

Trotz des niedrigen Zinsniveaus bevorzugen 53 Prozent der Befragten weiterhin die Barzahlung beim Autokauf. Für ein knappes Drittel kommt eine Finanzierung in Frage, fast jeder Zehnte zieht einen Leasingvertrag in Betracht. Der Studie zufolge erwarten Autokäufer unverändert Rabatte. Sie rechnen mit einem Preisnachlass von durchschnittlich 14 Prozent.

Für die Studie wurden im März dieses Jahres mehr als tausend Autofahrer befragt.


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