15.08.2017, 06:57 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Caracas (AFP) Venezuelas Staatschef Maduro ordnet nationale Militärübung an

Maduro vor seinen Anhängern in Caracas. Quelle: presidency/AFP/HOMaduro vor seinen Anhängern in Caracas. Quelle: presidency/AFP/HO

Reaktion auf angedrohten US-Militäreinsatz

Als Reaktion auf den von US-Präsident Donald Trump angedrohten Militäreinsatz in Venezuela hat Staatschef Nicolás Maduro eine nationale Militärübung angeordnet. Die Übung werde am 26. und 27. August stattfinden, sagte Maduro am Montag vor tausenden Anhängern in Caracas.

Maduro rief dazu auf, sich darauf vorzubereiten, "das Land zu verteidigen, mit Panzern, Flugzeugen, Raketen". Er habe die Streitkräfte angewiesen, eine solche Übung vorzubereiten.

Trump hatte am Freitag mit Blick auf die Krise in Venezuela gesagt, es gebe mehrere Möglichkeiten, "darunter eine militärische Option, falls nötig". US-Vizepräsident Mike Pence hatte diese Aussage am Sonntag zum Auftakt einer Lateinamerika-Reise abgeschwächt und für eine "friedfertige Lösung" plädiert, auch wenn er eine "militärische Option" nicht ausschließen wolle. Das Pentagon erklärte, es gebe noch keine entsprechenden Anweisungen aus dem Weißen Haus.

Die Aussicht auf einen möglichen US-Militäreinsatz löste auch bei anderen Ländern der Region Besorgnis aus. Bei einem Treffen mit ausländischen Botschaftern bekräftigte Maduro am Montag seine Forderung nach einem regionalen "Gipfel der Präsidenten unter Ausschluss der Öffentlichkeit", um über den "Frieden in Venezuela" und Trumps Drohung zu beraten.

In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition. Mindestens 125 Menschen wurden bei den politischen Unruhen seit Anfang April getötet.


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