14.08.2017, 17:40 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Ouagadougou (AFP) 18 Tote bei Anschlag auf Restaurant in Burkina Faso

18 Tote bei Angriff auf Restaurant in Burkina Faso. Quelle: AFP/Ahmed Ouoba18 Tote bei Angriff auf Restaurant in Burkina Faso. Quelle: AFP/Ahmed Ouoba

Mehrere Ausländer unter den Opfern von Ouagadougou

Bei einem Anschlag mutmaßlicher Dschihadisten auf ein Restaurant im westafrikanischen Burkina Faso sind 18 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind mehrere Ausländer, darunter ein Franzose, ein Türke und eine Kanadierin, wie das Außenministerium in Ouagadougou am Montag mitteilte. Frankreich und Deutschland verschärften ihre Reisehinweise für die Region.

Außenminister Alpha Barry sagte der Nachrichtenagentur AFP, unter den Opfern des "Terrorangriffs" von Ouagadougou seien sieben Bürger aus Burkina Faso und mindestens acht Ausländer. Dazu zählten auch Männer aus dem Senegal, Niger und dem Libanon sowie zwei kuwaitische Frauen. Drei Tote konnten demnach noch nicht identifiziert werden. Zudem wurden nach Angaben der Regierung rund zehn Menschen verletzt.

Die Angreifer hatten am Sonntagabend das Feuer auf Gäste des bei Ausländern beliebten Lokals eröffnet, anschließend verschanzten sie sich in dem Gebäude, möglicherweise mit Geiseln. Ziel der Attacke war das türkische Restaurant Istanbul im Zentrum der Hauptstadt.

Die Sicherheitskräfte erschossen zwei der Angreifer; wie viele insgesamt beteiligt waren, blieb unklar. Auch auf wessen Konto der Anschlag geht, war zunächst noch unbekannt. Der Einsatz gegen die Angreifer wurde nach Angaben der Regierung erst am Montagmorgen beendet.

Der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, verurteilte die Tat über den Kurzbotschaftendienst Twitter als "abscheuliche Attacke, die Ouagadougou in Trauer versetzt". Er betonte, sein Land werde sich dem "Terrorismus" widersetzen.

Die Bundesregierung verurteilte den Anschlag "in aller Schärfe". Das Auswärtige Amt in Berlin verhängte eine Teilreisewarnung. Es empfiehlt Reisenden, besonders vorsichtig zu sein und den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Zu der Frage nach möglichen deutschen Opfern konnte das Amt zunächst keine Aussage treffen.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Angriff und nannte ihn einen "Terroranschlag". Paris reagierte ebenfalls mit einer verschärften Reisewarnung: Das Außenministerium rief französische Bürger in Ouagadougou dazu auf, die Gegend rund um den Tatort zu meiden.

Der Tatort liegt nur rund 200 Meter vom Café Capuccino entfernt, auf das Dschihadisten Anfang 2016 einen Anschlag verübten. Damals wurden 30 Menschen getötet, unter ihnen mehrere Ausländer. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb. Der Tathergang damals ähnelte jenem des Anschlags vom Sonntag.


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