02.08.2017, 02:05 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Caracas (AFP) In Venezuela tritt die verfassunggebende Versammlung zusammen

Staatspräsident Nicolás Maduro. Quelle: AFP/RONALDO SCHEMIDTStaatspräsident Nicolás Maduro. Quelle: AFP/RONALDO SCHEMIDT

In Venezuela tritt am Mittwoch erstmals die umstrittene verfassunggebende Versammlung zusammen. Die am Sonntag gewählte Versammlung soll das von der Opposition kontrollierte Parlament ersetzen und eine neue Verfassung verabschieden. Die Opposition wirft Staatspräsident Nicolás Maduro vor, sich mit der neuen Verfassung diktatorische Vollmachten aneignen zu wollen. Deshalb hatte sie die Wahl boykottiert.

In Venezuela tritt am Mittwoch erstmals die umstrittene verfassunggebende Versammlung zusammen. Die am Sonntag gewählte Versammlung soll das von der Opposition kontrollierte Parlament ersetzen und eine neue Verfassung verabschieden. Die Opposition wirft Staatspräsident Nicolás Maduro vor, sich mit der neuen Verfassung diktatorische Vollmachten aneignen zu wollen. Deshalb hatte sie die Wahl boykottiert.

Die 545 Mitglieder des Gremiums sollen die Verfassung aus dem Jahr 1999 novellieren. Dabei dürften sie den Vorstellungen des Sozialisten Maduro folgen. Der Urnengang am Sonntag war von Protesten überschattet worden, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden. In der Nacht zum Dienstag wurden außerdem die beiden Oppositionsführer Leopoldo López und Antonio Ledezma festgenommen.


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