29.07.2017, 22:36 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Berlin (AFP) Von der Leyen zu Besuch nach Mali abgereist

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Quelle: dpa/AFP/Britta PedersenBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Quelle: dpa/AFP/Britta Pedersen

Tote Soldaten nach Hubschrauber-Absturz übergeführt - Flugschreiber gefunden

Wenige Tage nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali ist Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu einem Besuch in das afrikanische Krisenland aufgebrochen. Die Ministerin flog am Samstagabend vom Flughafen Köln ab. Im Bundeswehrcamp in Gao will von der Leyen sich unter anderem über den Stand der Untersuchungen zu dem Absturz informieren. Unfalluntersucher der Bundeswehr ermitteln derzeit, was zu dem Unglück am Mittwoch führte.

Die bei einem Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben gekommenen beiden Soldaten, ein 33-jähriger Major und ein 47-jähriger Stabshauptmann, wurden am Samstag in die Heimat übergeführt. Am Abend erwiesen ihre Kameraden ihnen auf dem Flughafen Köln-Wahn die letzte Ehre. An der Zeremonie nahm auch von der Leyen vor ihrem Abflug teil.

Das Bundeswehr-Untersuchungsteam, das seit zwei Tagen in Gao ist, fand am Samstag einen der beiden Flugschreiber, wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte. Das Gerät sei beschädigt, deshalb sei unklar, ob es ausgelesen werden könne. Nach dem anderen Flugschreiber werde weiter gesucht.

Der Absturz des Kampfhubschraubers "Tiger" ereignete sich am vergangenen Mittwoch etwa 70 Kilometer nordöstlich der malischen Stadt Gao. Die Bundeswehr unterstützt in Gao die UN-Mission Minusma, die als einer der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit gilt. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Außerdem unterstützt die Bundeswehr eine EU-Ausbildungsmission in Mali.


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