13.08.2016, 12:26 Uhr

Gegen ungesteuerte Zuwanderung Mittelstand erteilt Flüchtlingspolitik die Note 6

Foto: Hannes LehnerFoto: Hannes Lehner

Die Mittelstandsunion Niederbayern (MU) hat bei ihren Mitgliedern eine Mitgliederbefragung bezüglich Flüchtlingskrise und Zuwanderung durchgeführt. Das Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige für die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

OSTERHOFEN Die MU-Mitglieder fühlen sich einhellig von der Politik nicht objektiv und transparent informiert. Für die Mittelständler ist die Flüchtlingssituation weder eine Lösung für den demografischen Wandel noch für den Fachkräftemangel. Über 91 Prozent befürchten Diskurse um die Gültigkeit unserer abendländischen Werteordnung und letztlich ein Scheitern der Integration. Über 97 Prozent erwarten höhere Kosten als aktuell politisch kommuniziert.

94,6 Prozent der Teilnehmer der Befragung haben zwar nichts gegen Zuwanderung im allgemeinen. Doch über 97 Prozent sind gegen ungesteuerte Zuwanderung, wie sie derzeit in Deutschland tagtäglich immer noch praktiziert wird! Eine große Mehrheit (93,4 Prozent würde hingegen Zuwanderung befürworten, wenn sie denn gesteuert wäre und an den Interessen Deutschlands ausgerichtet wäre.

"Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Mittelständler die ungesteuerte Zuwanderung ablehnen und der Meinung sind, dass die Flüchtlingskrise den Fachkräftemangel nicht löst und zum Kontrollverlust führt", stellt Dipl.Ing.(FH) Peter Erl, Bezirksvorsitzender der Mittelstandsunion Niederbayern, fest.

„Wir leben in schwierigen Zeiten und dies erfordert, dass wir die Dinge beim Namen nennen“, betont er. Was wir brauchen, sei mehr Transparenz und Differenzierung der Bundesregierung.

"Es ist einfach nicht richtig zu behaupten, die Flüchtlingskrise wäre eine Chance um unseren Fachkräftemangel oder das Demografieproblem auf die leichte Art zu lösen."

Es könne nicht sein, dass die Sicherheit der in diesem Land lebenden Menschen riskiert wird und die Gesellschaft sich in ihrer Freiheit und in ihrer Art zu leben bedroht sieht. „Wir müssen wissen, wer sich in unserem Land aufhält, und warum", fordert Erl. Es gehe um die Zukunft unseres Landes. "Die Mittelstandsunion Niederbayern appelliert daher an die Bundesregierung, dem Kontrollverlust nun endlich rasch Herr zu werden und konstruktiv Konzepte zur Steuerung der Zuwanderung vorzulegen und vor allem umzusetzen." 


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