20.01.2016, 10:12 Uhr

Zum Schutz der Bevölkerung Deggendorfs Frauen-Union fordert Grenzschließung

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Das Boot ist voll! FU-Kreisverband Deggendorf schreibt einen Brief an MdB Barthl Kalb, Staatssekretär Bernd Sibler, Landrat Christian Bernreiter und Deggendorfs OB Dr. Christian Moser.

DEGGENDORF Die Ortsverbände der Frauen-Union in der CSU im Kreisverband Deggendorf haben in Ihrer Vorstandssitzung einen Brief an den Bundestagsabgeordneten Bartholomäus Kalb, Staatsekretär Bernd Sibler, Landkreispräsidenten Christian Bernreiter und den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Städtetages Dr. Christian Moser geschrieben. Darin fordern sie, dass keine Flüchtlinge mehr ins Land gelassen werden ohne gültige Einreiseerlaubnis. Dies müsse sowohl zum Schutz der eigenen Bevölkerung, aber auch zum Schutz der bereits in Deutschland lebenden ausländischen Mitbürger und der bereits in Deutschland aufgenommenen Flüchtlinge geschehen.

Es müsste jetzt erst die enorm große Anzahl an Flüchtlingen, die bereits aufgenommen wurde, in das kulturelle Leben integriert und in Bildung und Arbeit gebracht werden. Nur so werde es möglich sein, eine zunehmende Kriminalität aus einer Frustration der Flüchtlinge heraus zu verhindern, betonten die Frauen im Kreisverband Deggendorf. Die Bürger Deutschlands werden laut FU bereit sein, ihren finanziellen und persönlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe zu leisten, wenn sie eine Perspektive haben, dass die Zahl begrenzt und die Aufgabe damit zu bewältigen ist, heißt es im Brief.

Das Boot sei voll und es sei unverantwortlich, derzeit noch mehr Personen in einem voll besetzten Boot aufzunehmen. Viel mehr müsse jetzt durch massive finanzielle und logistische Unterstützung der Flüchtlinge in den Grenzregionen wie Jordanien, Türkei und im Libanon dafür gesorgt werden, dass die Flüchtlinge dort unter menschenwürdigen Bedingungen leben können und die lebensgefährlichen Fluchtwege nach Europa nicht in Kauf nehmen.

„Wenn wir kein Signal an die dort lebenden Flüchtlinge senden, dass die Grenzen dicht sind, werden auch immer mehr Frauen und Kinder sich auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa machen. Das dürfen wir auch zum Schutze von Frauen und Kindern nicht weiter in Kauf nehmen. Wir müssen für ihren Schutz in den dortigen Flüchtlingslagern sorgen,“ fordern die FU-Mitglieder in Ihrem Schreiben.

Zudem dürfe man durch einen Zuwanderungskollaps nicht die eigene Bevölkerung gefährden. Wenn tausende Flüchtlinge ohne Ausweispapiere und Nachweis ihres Herkunftslandes nach Deutschland einwandern, werde es nicht möglich sein, diese bei Straftaten abzuschieben. "Erst, wenn die logistischen Maßnahmen geschaffen sind, die Flüchtlinge bereits an den Grenzen zu registrieren, dürften weitere Flüchtlinge ins Land gelassen werden. Wenn die Sicherheit im eigenen Land nicht mehr gewährleistet werden kann, bestehe die Gefahr der Radikalisierung auch in der eigenen Bevölkerung. Auch die Polizisten und Sicherheitskräfte im eigenen Land müssten davor bewahrt werden, Opfer der Auswirkungen einer unkontrollierten Zuwanderung durch Flüchtlinge zu werden", so die FU.

Langfristig dürfe zudem die engagierte Arbeit der in Deutschland lebenden Bürger in der Flüchtlingshilfe und die jahrzehntelange Integrationsarbeit der eigenen Landsleute nicht ad absurdum geführt und zerstört werden. Deutschland müsse ein Land der Toleranz und des Miteinanders verschiedener Bevölkerungsgruppen bleiben. Ein Einwanderungskollaps würde jedoch das friedliche Zusammenleben zwischen deutschen und ausländischen Bürgern, wie man es sich über Jahrzehnte erarbeitet habe, zu Fall bringen. Das wollen die Frauen in der Frauen-Union nicht zulassen.

Für eine erfolgreiche Flüchtlingspolitik stehe für die Mitglieder der Frauen-Union zudem an erster Stelle, dass alle Menschen, die in Deutschland leben oder hierher kommen, sich streng an das deutsche Grundgesetz halten und vor allem Werte wie Religionsfreiheit und Gleichberechtigung von Mann und Frau absolut befolgen. Es müsse außer Zweifel stehen, dass wer nach Deutschland einwandert, sich an die hier geltenden gesellschaftlichen Normen, Werte und Lebensformen hält. Dafür hätten die Einwanderer eine Bringschuld, die von an Anfang an und konsequent in unserer Gesellschaft vermittelt und eingefordert werden müsse. Wer dies nicht befolge, müsse schnell und konsequent abgeschoben werden.

Die Frauen-Union im Kreisverband bekundet in ihrem Schreiben an die Mandatsträger aber auch ihre Bereitschaft, sich bei der Findung und Umsetzung von Lösungen einzubringen und in der Integrationsarbeit mitzuarbeiten. 


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