27.07.2013, 16:00 Uhr

Minister Ramsauer und MdE Niebler unter den Gästen Trostberg feierte 100. Jubiläum der Stadterhebung

Foto: Axel EffnerFoto: Axel Effner

Zusammen mit prominenten Ehrengästen wie Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und der Europaabgeordneten Angelika Niebler feierte die Stadt Trostberg am Freitagabend im Postsaal feierlich das 100. Jubiläum der Stadterhebung.

TROSTBERG Der Stadt als ganzem steht heuer ein Jubiläumsjahr ohnegleichen ins Haus. Zusammen mit der Stadt feiern acht Vereine und Einrichtungen ihre Jubiläen. Mit großen Festaktivitäten und vielen Gästen haben bereits die Freiwillige Feuerwehr (150 Jahre) und der Trachtenverein d'Alzviertler (100 Jahre) ganz Trostberg aufs Feiern eingestimmt. In kleinerem, aber durchaus feinem Rahmen fiel die Jubiläumsfeier der Stadt am Freitagabend im Postsaal aus.

Unter den Gästen begrüßte Bürgermeister Karl Schleid neben den Abgeordneten, Landrat Hermann Steinmaßl und Bezirksrat Markus Fröschl auch Vertreter der Wirtschaft, von den Kirchen und Einrichtungen sowie Vereinen, dazu zahlreiche Bürgermeisterkollegen sowie seine Vorgänger im Amt, Ignaz Sperger und Walther Heinze. Seine besondere Freude drückte Schleid über das von Helmut Michl eigens komponierte und im Postsaal vorgetragene Trostberg-Lied aus.

In seiner Festrede blickte Schleid auf erste Besiedlungsspuren sowie die erste urkundliche Erwähnung zur Gründung von "Trosperg" durch die Grafen von Ortenburg-Kraiburg im Jahr 1233 zurück. Um 1305 wird das Gericht und die Grafschaft Trostberg genannt, das fortan als Grenzort zu Salzburg zu den bayerischen Wittelsbachern gehört. Handel und Handwerk, speziell die Tuchmacherei, verschafften der Stadt im 17. und 18. Jahrhundert erstmals größeren Wohlstand. Nach dem Wegfall der Grenzlage 1810, der Eingliederung in das Bezirksamt Traunstein (dem Vorläufer des Landkreises) 1862 folgte zwischen 1900 und 1910 ein deutlicher wirtschaftlicher Aufschwung.

Schleid erinnerte an den Ausbau der Wasserkraft, die Errichtung der Eisenbahnlinie Traunstein-Trostberg-Garching und die Ansiedlung der Süddeutschen Kalkstickstoffwerke (SKW, heute AlzChem) als erstem industriellen Großunternehmen. Innerhalb weniger Jahre stieg die Einwohnerzahl von 1.500 (1895) auf 2.500 Bürger an. Diese erste Blütezeit gipfelte in der Erhebung zur Stadt, die am 12. Juni 1913 in einem Telegramm des königlich Bayerischen Innenministeriums verlautbart wurde. Ganz wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte der frühere Uhrmachermeister und  Hoffotograf Anton Lehemeir, der Trostberg 38 Jahre als Bürgermeister führte (1882 bis 1919) und dafür mit der Ehrenbürgerwürde geehrt wurde. Lehemeir war später auch im Landtag und Reichstag aktiv.

Bürgermeister Karl Schleid zeigte in seinem Rückblick detailliert die wichtigsten Entwicklungsschritte der Stadt Trostberg bis heute unter den jeweiligen Bürgermeistern auf. Ganz wesentlich sei dieser Fortschrit auch der Einsatzbereitschaft, der Durchsetzungskraft, dem Ideenreichtum, TRaditionsbewusstsein und der Bodenständigkeit der Trostberger Bürger zu verdanken. Die Identität mit der Stadt sei ganz wesentlich verbunden mit der Bereitsschaft zu bürgerschaftlichem Engagement und der Bereitschaft,Verantwortung zu tragen, um so die Geschicke der Stadt fortzuentwickeln.

Dankes- und Grußworte gab es zum Jubiläum auch von einer ganzen Reihe prominenter Redner sowie von Vertretern des Förderkreises der Wirtschaft. Einen musikalischen Höhepunkt servierten zum Ende der Veranstaltung die Quadrophoniker.


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