25.04.2012, 12:21 Uhr

224 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2011 am Standort Hammerau Erfolgreichstes Geschäftsjahr der Annahütte

2012 investiert das Stahlwerk Annahütte vor allem in Produktinnovationen, den Standortausbau und Umweltschutzmaßnahmen. Das älteste Stahlwerk der Welt feiert im September dieses Jahres mit einem großen Festakt sein 475-jähriges Jubiläum.

AINRING/HAMMERAU Als Getriebewelle oder Meißel, in Tunnels, Flughafen-Landebahnen oder Wolkenkratzern: Stab- und Gewindestahl aus dem Stahlwerk Annahütte bewährt sich weltweit mit großem Erfolg in der Automotive- und Werkzeugindustrie sowie im technischen Ingenieurbau. Das Geschäftsjahr 2011 ist mit einem Gesamtumsatz von 224 Millionen Euro Umsatz sehr gut für das Stahlwerk Annahütte gelaufen und erweist sich als das bisher beste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch, 25. April, vormittags auf einer Pressekonferenz im Beisein von Eigentümer Max Aicher mit. „Von der Bonität her sind wir unter den Top-5-Unternehmen in Deutschland”, erklärte Geschäftsführer Peter Meyer. Das Stahlwerk sei eigentlich ein Walzwerk, aufgrund der langen Tradition würde jedoch der Name Stahlwerk auf Wunsch von Max Aicher beibehalten.

70 Prozent des Umsatzes generiere das Unternehmen mit Stabstahl für die Automobil-, Werkzeug- und Kettenindustrie sowie für den Maschinenbau, der vorrangige Markt dafür ist Deutschland und Europa. 30 Prozent des Umsatzes entfallen auf Gewindestahl und System-Zubehör für Hoch- und Tiefbau, Brücken- und Straßenbau, Tunnel- und Bergbau. Im Bereich warmgewalzter Gewindestahl ist die Annahütte heute Weltmarktführer. In beiden Geschäftsfeldern konnte das Unternehmen 2011 Wachstum generieren und neue Märkte erschließen. „2011 haben wir neue Niederlassungen in Australien, Asien und Lateinamerika gegründet“, berichtet Geschäftsführer Peter Meyer.

Mit neuen Produkten aus der unternehmenseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, wie etwa dem Schalungsanker SAS 900/1100 mit optimierten Biegeeigenschaften oder der hochfesten Bewehrung, habe das Stahlwerk Annahütte auch 2011 seine innovative Kompetenz untermauert.

2012 investiert das Stahlwerk Annahütte kräftig in den Standortausbau und in weitere Produktinnovationen. Die Walzstraße wird mit einem Lärmschutzsystem und einer Staubabsauganlage ausgestattet, die Abteilung Prüftechnik wird um eine 500-Tonnen-Zugschwellprüfmaschine erweitert. Geplant ist außerdem die Neuerrichtung von zwei Produktionshallen. Auch in Umweltschutzmaßnahmen wird investiert: Das unternehmenseigene Wasserkraftwerk wird modernisiert und die Produktionskapazität erhöht. Für Juni 2012 ist die Umweltzertifizierung des Unternehmens nach ISO 140001 geplant.

2011 sind im Stahlwerk Annahütte 40 neue Arbeitsplätze entstanden und auch im Jubiläumsjahr 2012 schafft das Unternehmen neue Arbeitsplätze am Standort. „Wir beschäftigen aktuell knapp 500 Mitarbeiter, davon 15 Auszubildende“, freut sich Geschäftsführerin Katharina Eisl.

Im Bereich Gewindestahl liegt der Fokus im Jubiläumsjahr 2012 auf dem Ausbau der internationalen Vertriebsstrukturen. Im Bereich Stabstahl steht die Intensivierung des Vertriebs in neuen Marktsegmenten im Vordergrund, die überwiegend im Non-Automotive-Bereich zu finden sind. „Wir sind gut in das Geschäftsjahr 2012 gestartet und liegen voll im Plan“, so Geschäftsführer Meyer.

Das älteste Stahlwerk der Welt feiert im September 2012 mit einem großen mehrtägigen Festakt sein 475-jähriges Jubiläum. „Das Fest ist als Zeitreise in drei Etappen inszeniert. Die Reise beginnt im Gründungsjahr 1537 und zeigt unsere Anfänge, legt dann den Fokus auf den steilen Erfolgskurs, den die Annahütte seit der Übernahme durch den Unternehmer Dipl.-Ing. Max Aicher ab 1975 eingeschlagen hat und gibt schließlich einen Ausblick auf unsere Visionen bis ins Jahr 2037, in dem wir unser 500-jähriges Jubiläum feiern werden“, verrät Katharina Eisl. Teil des Festaktes ist auch ein Tag der offenen Tür am Samstag, 22. September 2012.


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