15.09.2010, 11:58 Uhr

Dokumentation im Bayerischen Fernsehen Der Maximiliansweg bis zum Königssee

Das Bayerische Fernsehen bringt in der Serie „Traumpfade” am Sonntag, 19. September, von 15.45 Uhr bis 16.30 Uhr eine Dokumentation über den Maximilianweg bis zum Königssee. Der Bericht stammt von Josef Schwellensattl, der uns hier vorab folgenden Beitrag zukommen ließ: An einem Sommertag im Jahr 1858 trat der bayerische König Maximilian II. im Lindauer Hafen zu Pferd seine Reise durch die bayerischen Alpen an: meist hoch zu Ross, doch manche Passagen ging der König auch zu Fuß. Etwas mehr als 150 Jahre später wollen wir dem Weg des Königs nachwandern. In Lindau laufen wir los: vor uns liegen 360 Kilometer – quer von West nach Ost durch die Bayerischen Alpen - bis wir unser Ziel in Berchtesgaden erreichen. Von Lindau bis zum Tegernsee war uns das Wetter gnädig, es war oft sonnig und heiß.

BERCHTESGADEN/SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE Der zweite Teil unserer Reise beginnt unter schlechten Vorzeichen. Beim Aufstieg vom Tegernsee zur Neureuter Alm zieht ein fürchterliches Gewitter auf, innerhalb weniger Minuten versinkt die Natur unter gewaltigen Hagelkörnern. Wanderer werden getroffen und flüchten verletzt in sichere Hütten. Als wir die Gindelalm am nächsten Tag erreichen, ist sie noch immer schwer vom Unwetter gezeichnet. Von jetzt an haben wir mit dem Wetter zu kämpfen, mit Kälte, Regen und Wind.

Auf dem Maximiliansweg nach Fischbachau liegt der Wallfahrtsort Birkenstein. Unsere Bitte um schönes Wetter wird von der Gnadenmutter in Birkenstein aber nicht erhört. Den Wendelstein besteigen wir bei Regen und Nebel, aber die Meteorologin von der Wetterstation oben am Gipfel macht uns Hoffnung auf Besserung.

In Aschau beim Falkner Hannes Lenhart scheint wieder die Sonne, und auch die Kampenwand besteigen wir bei gutem Wetter. Über den Hochgern, über Ruhpolding und Inzell gelangen wir in die Südhänge des Hinterstaufen. Auf dem Weg nach Bad Reichenhall stoßen wir bei einer Forsthütte mitten im Wald auf eine Künstlerkolonie, ein Bildhauersymposium.

Als wir nach Berchtesgaden kommen, sind die Straßen noch mit den blauweißen Fähnchen vom Trachtenumzug geschmückt. Der Wind, der sie durchfährt, weht vom Watzmann her. Wir haben unser Ziel erreicht und krönen unseren Traumpfad mit einer Bootsfahrt über den Königssee nach Sankt Bartholomäus.


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