13.09.2016, 10:45 Uhr

Trompe-Bläser auf Tour: Frankreichreise der Bayerischen Jungwölfe

Foto: HofingerFoto: Hofinger

Konstanze Hofinger, die Gruppenleiterin der Trompe-Gruppe "Bayerische Jungwölfe" aus Traunstein, machte sich mit ihren Schützlingen auf den Weg nach Frankreich, zum Internationale Trompe-Festival.

TRAUNSTEIN/FRANKREICH Mit acht Jungbläsern der Trompe-Gruppe „Die Bayerischen Jungwölfe“ machte sich Konstanze Hofinger am frühen Morgen des 1. September auf den Weg Richtung Frankreich in die Gegend der berühmten Loire-Schlösser.

Ziel war das Internationale Trompe-Festival der „Fédération des Trompes de France“, kurz FITF, das am Wochenende des 3. und 4. September auf dem Gelände der grossen National-Reitsport-Anlage, Parc Équestre Fédéral in 41600 Lamotte-Beuvron ausgetragen wurde.

600 Bläser bei Internationalem Trompe-Festival

Anlässlich dieses Festivals waren rund 600 Bläser aus ganz Frankreich, Deutschland, den Beneluxländern, Italien und der Schweiz gekommen, um sich den verschiedenen Wettbewerben im Solo, aber auch Duo, Trio und in Gruppenformationen mit bis zu 18 Bläsern zu stellen.

Dementsprechend groß war die Vorfreude auf das Ereignis. Seit zwei Jahren und teilweise auch kürzer lernen die Traunsteiner Kinder das Naturhorn, die Trompe zu blasen und hatten sich mit einem umfangreichen Repertoire an auswendig gelernten Fanfaren und deren bläserischer Umsetzung gut für die Wettbewerbe vorbereitet.

Der Freitag, ein Tag vor dem Wettbewerb, gab Gelegenheit, eines der Loire-Schlösser, nämlich „Cheverny“, die Perle der Loire-Schlösser zu besichtigen.

Am Samstag, dem ersten Wettbewerbstag begannen die Prüfungen um 8.30 Uhr und die erste Prüfung der Bläserjugend, der Débutanten-Wettbewerb mit 36 Teilnehmern war für 11 Uhr terminiert. 

Die acht einheitlich gekleideten Traunsteiner Kinder wurden am Wettbewerbsgelände herzlich empfangen und begrüßt. Jeder hatte Augen für die Gruppe der Jungbläser, für die bei soviel Zusprache auch die sprachliche Barriere kein Problem war und schnell hatten alle Kinder das Gefühl, dazu zu gehören.

Wettbewerb der Débutanten: Souveränes Auftreten der Traunsteiner Trompe-Kids

Beim Wettbewerb für Débutanten wurden die Teilnehmer auf Gruppen von jeweils max. 10 Bläsern aufgeteilt, um in einer Reihe nacheinander mit dem Rücken zu den Richtern ihre individuell gewählte Fanfare aus dem Repertoire von ca. 60 Fanfaren zu blasen.

Mit dem Rücken deshalb, weil sich der Schalltrichter der Trompe nach „hinten“ öffnet und die Richter so die bläserische Qualität besser beurteilen können.  Souverän und selbstbewusst stellten sich alle acht Kinder dieser Prüfung und ihre Wettbewerbsplatzierungen zeigten, dass sie durchaus mithalten konnten.

Nachmittags folgte der zweite Wettbewerb, diesmal für Jungbläser bis max. 14 Jahre. Bei 35 Grad im Schatten durfte sich nun jeder einzeln den Richtern vorstellen und eine Fanfare seiner Wahl blasen. Eine aufregende Sache, die aber ebenfalls selbstsicher von allen Kindern bewältigt wurde.

Nach den Siegerehrungen des Tages folgte nun das Abendprogramm des Festivals mit dem Championat der am Nachmittag selektionierten besten Solo-Bläser und Gruppen. Und - als angekündigte musikalische Einlage des Abends - der Auftritt der „Les Louvarts de Bavière“, der „Bayerischen Jungwölfe“.

Traunsteiner Jungwölfe spielen vor 1000 Zuschauern

Vor rund 1000 Zuschauern und vor Aufregung fiebernd, warteten die acht Jungbläser auf ihren Auftritt. Hierfür hatten sie zwei aufwändige mehrstimmige Gruppenstücke einstudiert: Das „Fete au Chateau“ von J. Cantin und das „Chant Final“ von H. Heinrich.

Unterstützt von ihrer Gruppenleiterin Konstanze Hofinger, dem deutschen Delegierten der FITF Roger Gilpert, Anne Tessmann im Bass und der deutschen Erste- (und damit höchste) Kategorie-Bläserin Marion Rieke trugen die acht Jungbläser beide Stücke sicher vor. Der Applaus war riesengross und die Kinder superstolz.

Bei den Siegerehrungen am zweiten Tag bekamen „Die Bayerischen Jungwölfe“ vom Präsidenten der FITF Antoine de la Rochefoucauld eine gläserne Trophäe für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Wettbewerben überreicht.  Stolz und um viele Erlebnisse reicher kehrten alle Jungbläser wieder wohlbehalten zurück nach Traunstein.


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