30.05.2012, 10:46 Uhr

Quanten-Medizin Ein Weg zum gesünderen Leben

Die Regener Ärztin und Physiotherapeutin Dr. Kirsten Deutschländer definierte gemeinsam mit Dr. Jörg Tacke eine neue medizinische Richtung: Die Quanten-Medizin. In ihrem Buch schildern sie, wie der Patient selbst zu seiner Gesundheit beitragen kann und welche sinnvollen Alternativen oder Ergänzungen es zur Schulmedizin gibt

REGEN Patient sein kann ganz schön frustrieren. Da rennt man zum Arzt, kriegt eine Spritze hier, eine Tablette dort – aber die Beschwerden bleiben. Das kommt nicht selten vor. Auch für den Arzt ist das nicht zufriedenstellend: Vor allem für Dr. Kirsten Deutschländer, die als Hausärztin in Bodenmais jahrelang nach Methoden gesucht hat, die Patienten gesünder machen. Das Ergebnis ihrer Suche hat sie nun gemeinsam mit Dr. Jörg Tacke in einem Buch zusammen gefasst. Der Kern: Wie kann der Patient selbst maßgeblich zur Heilung beitragen?

Es ist ein Ratgeber für Patienten, die nicht im Getriebe des Gesundheitssystems zerrieben werden möchten. „Um das vermeiden zu können, muss man die Zusammenhänge von Krankheit und Heilung kennen”, sagt Dr. Deutschländer. Sie und Tacke definieren eine neue ganzheitliche Medizin, die zwar nicht neu ist – die aber in dieser Form bislang nicht bekannt ist.  Das Wissen der Quanten-Physik wird auf die Medizin übertragen, das Ganze mit der Schulmedizin und der Weisheit alter Heilsysteme kombiniert und dem Patienten verständlich nahe gebracht.

„Der Mensch kann sich nur selber heilen”

Im Prinzip geht es darum: Der Mensch wird in der Quanten-Medizin nicht nur als „Materie” angesehen, sondern quasi als Energiepaket. „Das kann man aber natürlich nicht teilen, man kann den Menschen nur als Ganzes betrachten”, so Dr. Deutschländer.  Und darin liege auch der Schlüssel eines Heilungserfolgs: Wo die moderne Medizin nicht mehr weiter weiß, sind es oft die einfachsten Mittel, die helfen können: das Gespräch zwischen Arzt und Patienten zum Beispiel.  Nur dadurch können Krankheitsursachen ganzheitlich erfasst werden. Doch dafür lässt die Gebührenordnung keine Zeit zu. Das war der Hauptgrund warum Dr. Kirsten Deutschländer heute überwiegend psychotherapeutisch arbeitet und ihre Kassenpraxis aufgegeben hat. „Der erste Schritt zur Heilung ist aber das ausführliche Gespräch mit dem Patienten”, weiß Dr. Deutschländer. Deshalb gilt für sie: Zeit ist Gold wert. „Wenn man sich eingehend für den Patienten Zeit nimmt, dann erfährt man oft wertvollere Informationen als durch ein CT oder andere technische Untersuchungsmethoden. Aus dem Gespräch erkennt man die tieferliegenden Ursachen und kommt schneller zu einer Diagnose”, ist sie überzeugt. Denn oft erklären sich Rückenschmerzen von selbst: Stress in der Familie, Eheprobleme, Mobbing oder eine Überbelastung im Beruf – all das kann Symptome auslösen, die ein CT nicht diagnostizieren kann.

„Unser Weg ist es, den Patienten da hin zu bringen, dass er sich selber hinterfragt: Wo hapert es bei mir? Welche Lebensumstände machen mich krank? Was stresst mich am meisten? Was ist gesunde Ernährung? Was kann ich selber verändern?” Es geht also darum, den aktuellen Gesundheitszustand bewusst zu machen, den eigenen Körper und dessen Bedürfnisse kennen zu lernen.  Im zweiten Schritt geht es darum die seelischen Bedürfnisse zu erkunden, seine Spiritualität zu erfahren, einen Sinn im Leben zu finden und das eigene Potenzial zu erkennen. „Dabei ist die als Quantenheilung bekannte 2-Punkte-Methode  keine esoterische Wundermethode, sondern ein Werkzeug um psychologische und körperliche Themen zu bearbeiten.“ Die Frage für den Patienten ist immer: Was muss (s)ich ändern, damit ich gesünder bin?

Vier Säulen für die eigene Gesundheit

„Mein Ziel ist es, daraus eine wirkliche Präventionsmedizin zu machen”, sagt Dr. Deutschländer. Denn eine gute Gesundheitsvorsorge sei letztlich auch die effektivste Kostenbremse im Gesundheitssystem. „Wenn grundlegende Dinge über unsere Gesundheit schon im Kindergarten, in der Schule vermittelt werden, dann geht uns das Gefühl für ein gesünderes Leben in Fleisch und Blut über. Wir müssen lernen, selbst Verantwortung für unsere körperlichen und seelischen Bedürfnisse zu übernehmen, dann bleiben wir im Gleichgewicht oder können uns   wieder selber heilen. Medikamente, das muss man so klar sagen, helfen oft nur dem Hersteller.“

Also: Was ist eigentlich wichtig für einen gesunden Lebenswandel? Dr. Deutschländer und Dr. Tacke setzen dabei auf vier Säulen. Zuerst sind das die Einflüsse geistig-mentaler Faktoren: Je negativer die Gedankenwelt ist, um so schneller wird man auch krank. Zum Beispiel Angst, Mutlosigkeit oder Sorgen sind selbstschädigend – das muss man in den Griff kriegen. Wichtiger Faktor für die Gesundheit ist auch die Ernährung: Das bedeutet eine Einschränkung tierischen Eiweißes (Fleisch, Wurst, Milchprodukte) und ein Speiseplan, der sich zum großen Teil aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammen setzt.

Eine wichtige Rolle in der Heilung spielt auch das Licht: Die Sonne schenkt Kraft, bringt den Körper auch innerlich zum Leuchten. „Darüber muss man sich erst bewusst werden: Jeder spürt es doch jetzt im Frühling, wie gut es tut, wenn es wieder heller, sonniger wird.” Und schließlich: die Körperlichkeit. Dazu zählen Bewegung, auch ein erfülltes Sexualleben, Liebe, Zärtlichkeit und Entspannung. „Man muss sich seiner Körperlichkeit bewusst werden und seinen Körper im wahrsten Sinne annehmen”, sagt Dr. Deutschländer. Die Gesundheit zu bewahren, das ist eine lebenslange Aufgabe. Dr. Kirsten Deutschländer will dazu beitragen, dass Patienten es leichter haben. Die Autoren bieten Seminare und Vorträge zu diesen Themen an. Vortrag und Buchvorstellung am 6. Juni im Gasthof „Haber“, Osterhofen, und am 8. Juni im alten Rathaus Bodenmais. Beginn jeweils 19 Uhr.

Das Buch „Quantenmedizin” ist im Scorpio Verlag erschienen. ISBN: 9783942166836. Preis: 16,95 Euro. Info: www.der-quantenmediziner.de.


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