21.09.2017, 10:51 Uhr

Besuch der Geburtenstation Ebner: Wir brauchen mehr Geburten im Landkreis

Foto: CSU RegenFoto: CSU Regen

Der Landratskandidat besucht die Geburtenstation und Hebammenpraxis.

ZWIESEL Der CSU-Landratskandidat Stefan Ebner hat sich an der Arberlandklinik Zwiesel und bei der ehemaligen Beleghebamme Birgit Zechel über die geburtshilfliche Versorgung und die Hebammenversorgung im Landkreis Regen erkundigt. „Die Geburtenstation in Zwiesel als einzige Geburtenstation im Landkreis aufrecht zu halten, liegt mir schon sehr am Herzen“, begründet Ebner seinen Besuch in Zwiesel.

Nachdem die Geburtenstation 2014 kurzzeitig geschlossen worden war, weil die Hebammen sich unter dem Druck der hohen Haftpflichtprämien, nicht mehr im Stande sahen, weiterzumachen, mussten sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wie attraktive Arbeitsbedingungen für die Beleghebammen und das ärztliche Personal geschaffen werden können. Unter Einsatz verschiedener Instrumente schafften es die Verantwortlichen, gemeinsam mit Hebammen und Ärzten, im Juli 2014 die Geburtshilfe wieder zu öffnen. Aufgrund der weiterhin niedrigen Geburtenzahlen hat die Klinik jedoch aus der Geburtshilfe ein Defizit von rund 750.000 € pro Jahr zu schultern, da vor allem die Personalkosten in diesem Bereich die Erlöse deutlich überschreiten.

Auch Birgit Zechel arbeitet als Hebamme in der Hebammenpraxis Sonnenlicht, die in der Arberlandklinik Zwiesel eingemietet ist. Als Beleghebamme hat Sie sich jedoch 2014 für eine Stelle am Klinikum Passau entschieden und ihre Tätigkeit an der Arberlandklinik beenden müssen. „Im Jahr 2016 gab es 276 Geburten in Zwiesel, im Jahr 2017 werden es wahrscheinlich über 300, doch wir brauchen pro Hebamme etwa 100 Geburten im Jahr, um einigermaßen wirtschaftlich arbeiten zu können“, so Birgit Zechel. „Das Ziel muss sein, dass mindestens 400 Geburten im Jahr in Zwiesel sind“, formulierte es Stefan Ebner. Angesichts der Einwohnerzahlen des Umlandes könnte es in Zwiesel diese Geburtenzahlen langfristig auch wieder geben, auch wenn zahlreiche Schwangere aufgrund von Risikofaktoren an einer größeren Klinik wie Deggendorf entbinden müssen. „Hier müssen wir ansetzen und bei den Schwangeren, die in Zwiesel entbinden könnten, Werbung für die qualitativ hochwertige Arbeit in Zwiesel machen“, so Ebner.


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