31.07.2017, 16:26 Uhr

Präsentation Josefa Schmid präsentierte integriertes Flüchtlingsmanagement

Foto: Schmid (Foto:Schmid)Foto: Schmid (Foto:Schmid)

Kollnburgerin ist Projektleiterin beim Beauftragten für Flüchtlingsmanagement.

KOLLNBURG/BAMBERG Die enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen sowie deren permanente Weiterentwicklung sind zentrale Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Flüchtlingsmanagement. Wie die Lösungen der Zukunft für Kooperation, Identitätsfeststellung, Qualität und Rückkehrmanagement konkret aussehen können, was gemeinsam erreicht wurde und worin zukünftige Herausforderungen bestehen, wurde bei einer Veranstaltung für die Hauptstadtpresse und weitere ausgewählte Medienvertreter vergangene Woche in Bamberg präsentiert.

Dabei stand die ehrenamtliche Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid, die hauptberuflich als Bundesbeamtin des höheren Dienstes im Stab des Beauftragten der Bundesregierung für Flüchtlingsmanagement von Frank-Jürgen Weise (BFM) tätig ist, ebenfalls Rede und Antwort.

Josefa Schmid, studierte Rechts-und Politikwissenschaftlerin, wurde von Frank-Jürgen Weise, der bis Ende letzten Jahres Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und bis Ende März diesen Jahres zugleich Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit war, als Projektleiterin in seinen Stab des Beauftragten für das Flüchtlingsmanagement beim Bundesministerium des Innern berufen.

Bis Ende letzten Jahres leitete sie noch kommissarisch die niederbayerische BAMF-Außenstelle in Deggendorf, um dann zum Beauftragten für das Flüchtlingsmanagement zu wechseln. Seither erarbeitete sie an Standorten in fünf Bundesländern integrierte Flüchtlingsmodelle und optimierte Schnittstellenanalysen der verschiedenen Akteure im Flüchtlingsmanagement. Die Ergebnisse daraus hatte sie in einem Handbuch, das im Ausländerzentralregister allen dort Zugriffsberechtigten zur Verfügung steht, zusammengestellt und bereits vor einiger Zeit Vertretern der größeren Ausländerbehörden und der jeweiligen Innenministerien aus allen 16 Bundesländern in Workshops präsentiert.

Aktuell arbeitet die Kollnburgerin, die mit einem mobilen Arbeitsplatz flexibel im Einsatz ist, an der Umsetzung eines Beschlusses der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten zur Asyl- und Flüchtlingspolitik vom 9. Februar diesen Jahres, wonach der Bund die Länder durch Bundespersonal temporär in den Ausländerbehörden unterstützen soll. Daher ist sie auch für die Koordinierung der Personalvermittlungen in der extra dazu vom Beauftragten für das Flüchtlingsmanagement in Bonn eingerichteten Clearingstelle zuständig.

Beim Pressetermin in Bamberg vergangene Woche, der in der Erstaufnahmeeinrichtung Oberfranken und im dortigen Ankunftszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge stattfand, wurde den Medienvertretern Einblick in die neuen Ansätze der behördenübergreifenden Zusammenarbeit gegeben, und es wurden erstmals Prototypen der digitalen Assistenzsysteme zur Identitätsfeststellung und Plausibilitätsprüfung im Asylverfahren vorgestellt, wonach nun mit sprach- und stimmbiometrischem Abgleich, der Analyse mobiler Datenträger und Transliterationsassistenten zur Vereinheitlichung der arabischen Schreibweise eine verlässliche IT-Software gegen Asylbetrug und für verbesserte Sicherheit vorliegt. Neben dem Beauftragten der Bundesregierung für das Flüchtlingsmanagement Frank-Jürgen Weise war bei dem Termin auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und sächsische Innenminister Markus Ulbig, der bayerischen Innenstaatssekretär Gerhard Eck sowie die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Jutta Cordt anwesend.


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