02.12.2016, 13:56 Uhr

Grenzlandfest treibt Wahlkampfblüten Der Sturm im Bierglas

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Rund ums Grenzlandfest rumort es derzeit in Zwiesel - und mitten drin steht Bürgermeister Franz Xaver Steininger als angeblicher Sündenbock. Oder ist das alles nur billiger Wahlkampf? Scheint so, denn wie es aussieht, werden Bier und Festwirt 2017 wohl aus Zwiesel kommen...

ZWIESEL Sturm im Maßkrug, anders lässt sich die in den sozialen Netzwerken und in der Lokalpresse verbreitete Hysterie um das Grenzlandfest 2017 nicht beschreiben. Bürgermeister Franz Xaver Steininger sieht vor allem in der Art und Weise, wie das Thema behandelt wurde, die Gefahr eines erheblichen Imageschadens für die Stadt. Deshalb wurde nach rechtlicher Rücksprache und in Abstimmung mit dem Ordnungsamtsleiter sowie dem Vergabebüro HSP Projektmanagement und Beratung GmbH beschlossen, Namen zu nennen.

„Ich kann und will nicht weiter zusehen, wie hier mit teilweise primitiven Methoden ein tolles Fest in den Dreck gezogen wird“, erbost sich Steininger. Alles geht seinen geordneten Verlauf, eigentlich wäre der 19. Dezember das Datum gewesen, an dem der Sieger der ersten Ausschreibungsrunde öffentlich gemacht werden sollte. Da aber rechtlich die Möglichkeit besteht, auch jetzt schon Ross und Reiter zu nennen, teilt der Rathaus-Chef mit, dass nach Auswertung der Vergabekriterien die Zwieseler Brauerei Pfeffer und Festwirt Festzeltbetrieb Gerhard Widmann GmbH auf Platz 1 stehen. „Am 19. Dezember bekommen Brauerei und Festwirt jetzt die Gelegenheit, ihr Konzept dem Festausschuss zu präsentieren“, sagt Steininger, der hofft, dass damit Ruhe in das Thema einkehrt.

Das Thema eignet sich scheinbar hervorragend für den Wahlkampf. Steininger wurde sogar unterstellt, er wolle damit seiner Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt, Brauerei-Geschäftsführerin Elisabeth Pfeffer, eins auswischen. Spekulationen, Bier aus Norddeutschland könnte beim Grenzlandfest ausgeschenkt werden und ein Grenzlandfest 2017 sei womöglich gar nicht mehr organisierbar, schossen ins Kraut. Alles nur, um Steininger vor der Stichwahl am Sonntag, 11. Dezember, zu schaden? So ganz von der Hand zu weisen ist dieser Verdacht nicht... Denn, wie es aussieht: 2017 wird es so sein wie all die Jahre zuvor auch - Zwieseler Bier, Zwieseler Festwirt, alles gut.


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